Pelletpreise : ProPellets Austria ordnet Preisvergleiche ein

Monatliche Heizkosten im Laufe der Jahre

Monatliche Heizkosten im Laufe der Jahre 

- © proPellets Austria

Als „Verunsicherung von Konsument*innen und Gefährdung von Arbeitsplätzen“ kritisiert der Branchenverband proPellets Austria die Aussagen der Arbeiterkammer (AK) zu den Pelletpreisen. „Richtig ist, dass Pellets, trotz Preissteigerungen, der mit Abstand günstigste Komfortbrennstoff sind“, betont die Geschäftsführerin Doris Stiksl, eine Tatsache sei zudem auch, dass es in Österreich noch mehr als 1,2 Millionen fossile Heizungen gibt. „Es wäre wichtig, wenn die AK für den Heizungstausch und Ausstieg aus Öl Überzeugungsarbeit leisten würde, statt zu verunsichern.“

Die aktuelle Pellet-Preisentwicklung von plus 28,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei laut dem Verband vor allem auf höhere Rohstoff-, Produktions- und Personalkosten zurückzuführen. Zudem zeige der langfristige Vergleich: Inflationsbereinigt ist der Pelletpreis in den vergangenen zehn Jahren weitgehend stabil geblieben. Die deutliche Preisspitze infolge der Energiekrise nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sei hingegen eine außergewöhnliche Marktsituation gewesen und kein langfristiger Trend. 

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Wirft der Arbeiterkammer Konsument*innen-Verunsicherung vor: Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria

- © proPellets Austria

Pelletheizungen im Faktencheck

1. Der Preis-Vorteil

Kurzfristige Preisschwankungen sind kein langfristiger Trend: Holzpellets sind besonders im Vergleich zu fossilen Heizungen ein günstiger Energieträger, wie ein Vergleich der monatlichen Heizkosten zeigt. 

Die Fakten auf einen Blick:

  • Pellets (8,1 c/kWh) kosten aktuell rund ein Drittel weniger als Heizöl (14,6 c/kWh) und deutlich weniger als Erdgas (17,1 c/kWh).
  • Ein Haushalt spart gegenüber einer Ölheizung derzeit mehr als 1.800 Euro Heizkosten pro Jahr. Wer vor fünf Jahren von Öl auf Pellets umgestiegen ist, hat in diesem Zeitraum mehr als 9.000 Euro eingespart, rechnet proPellets vor.

2. Der Klima-Vorteil

Holzpellets sind ein erneuerbarer Energieträger. Dadurch leisten Pelletheizungen einen Beitrag zum Klimaschutz und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Die Fakten auf einen Blick: 

  • Eine aktuelle Studie zeigt: Gegenüber einer Ölheizung spart eine Pelletheizung mehr als 91 Prozent CO₂ – in diesem Vergleich liegen sie damit auch vor Wärmepumpen.
  • Über die Lebensdauer einer Heizungsanlage können rund 197 Tonnen CO₂ eingespart werden.

3. Der Unabhängigkeits-Vorteil

Pellets werden hauptsächlich aus den Sägespänen und Restprodukten hergestellt, die beim Sägen und Bearbeiten von Holz anfallen. Außerdem werden sie an 55 Produktionsstätten in Österreich heimisch produziert. Das stärkt die regionale Wirtschaft.

Die Fakten auf einen Blick: 

  • Der Heizungstausch sichert in Österreich 65.000 Arbeitsplätze in Industrie, Handel und Handwerk.
  • Das Geld, das für den Heizölverbrauch von 60.000 Ölheizungen ins Ausland fließt, entspricht dem gesamten Jahresbudget von bis zu 30 ländlichen Gemeinden – inklusive Bauhof, Straßen und Kinderbetreuung. 

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