energytalk im Herbst : Bauen von morgen: Wie nahe wir schon an der Zukunft sind
Veranstalter Johannes Huber-Grabenwarter, Robert Charuza von Ikea Österreich, Moderatorin Sandra Suppan, Lars Krückeberg von Graft und Veranstalter Robert Pichler (v.l.n.r.)
- © Verena PöschlDie Herbstausgabe des energytalks von TBH Ingenieur und Ödorfer Haustechnik widmete sich dem Thema „Bauen von morgen – über openBIM und neue Planungsansätze“ – einerseits anhand konkreter Beispiele von Ikea Österreich, andererseits auf großer Ebene mit einer Vogelperspektive auf die Zukunft von Architektur und Energie.
In der Aula der Alten Universität Graz erhielten die Gäste am 8. Oktober Impulse von zwei hochkarätigen Vortragenden. Robert Charuza von Ikea Österreich präsentierte Einblicke in die Digitalisierungsstrategien des Unternehmens insbesondere im Umgang mit Bestandsgebäuden. Besonderes Augenmerk galt dabei dem openBIM-Ansatz, der bereits beim Bau des Ikea am Wiener Westbahnhof erfolgreich eingesetzt wurde.
„Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Immobilien grundlegend. Wenn wir physische und digitale Datenquellen intelligent verbinden, schaffen wir die Basis für bessere Entscheidungen – nicht nur im Bau, sondern in Planung, Betrieb und Nachnutzung“, betonte Charuza. Als Projektleiter zeigte er in seinem Vortrag praxisnah, wie Bestandsgebäude mit digitalen Tools effizienter erfasst, analysiert und weiterentwickelt werden. Von 3D-Scans und digitalen Zwillingen über offene Standards bis hin zu unternehmensweiten Guidelines – Ikea setzt dabei auf ein datenbasiertes, nachhaltiges Immobilienmanagement.
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Denken in energetischen Lebensräumen
Lars Krückeberg, Mitgründer des international tätigen Architekturbüros Graft in Berlin, wiederum skizzierte ein visionäres Bild der Zukunft – mit neuen Ansätzen, wie Architektur und Energie künftig gedacht, geplant und vernetzt werden können. Seine These: Nur durch neue Typologien, vernetztes Denken und das bewusste Zusammenspiel von Technologie, Ressourcenschonung und Gestaltung lassen sich lebenswerte Räume für kommende Generationen schaffen. „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie heute zu gestalten. Die Architektur von morgen denkt nicht mehr in Einzelgebäuden, sondern in urbanen Energiesystemen – vernetzt, kreislauffähig und offen für Transformation“, so Krückeberg.
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„Digitalisierung und KI sind längst Teil der Planungsrealität – und bringen neue Chancen, aber auch neue Komplexität in unsere Branche. Gerade im Zusammenspiel von Technologie und Nachhaltigkeit liegt großes Potenzial, das es klug zu nutzen gilt“, zeigen sich die Veranstalter Johannes Huber-Grabenwarter und Robert Pichler gegen Ende der Fachveranstaltung zufrieden mit der Themenwahl des Abends.