Förder-Analyse des Umweltministeriums : Austria Solar befürchet Vollbremsung der Sanierungsoffensive
Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar
- © WilkeIm Auftrag des Umweltministeriums hat das Schweizer Prognos-Institut die österreichischen Energie- und Umweltförderung auf ihre zur Fördereffizienz geprüft. Die Analyse zeige jedoch keine Wege zur Erreichung der Klimaziele 2040 auf, wie der Branchenverband Austria Solar jetzt kritisch anmerkt. Folgt das Umweltministerium den Empfehlungen, befürchtet der Branchenverband für Solarthermie eine Vollbremsung der Sanierungsoffensive.
Die Evaluation der Förderinstrumente hinsichtlich Effektivität und Effizienz sei grundsätzlich zu begrüßen, mit Steuergeld sollte immer achtsam umgegangen werden, so der Verband. Die Verfehlung der Klimaziele kann dem Staat jedoch einige Milliarden Euro kosten, wie Experten vorgerechnet haben. „Die Schweizer Empfehlungen geben nur Hinweise auf eine budgetschonende Fördervergabe im nächsten Jahr, nicht auf Wege der effektiven Erreichung der Klimaziele für das Jahr 2040“, meint Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar.
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Neue Förderung ab Herbst gefordert
Die Empfehlung von Prognos bei der Sanierungsoffensive sieht nur eine Reduktion der Förderungsintensität vor, ohne Hinweis, wie der Kesseltausch dennoch effizient auf rund 80.000 Kesseltauschprojekte pro Jahr gehoben werden kann. Denn dieses Niveau ist zur Erreichung der Klimaziele 2040 erforderlich. Seitens des Ministeriums wurde bereits mehrfach betont, das Ziel sei jährlich 30.000 Kesseltauschprojekte bis 2030, was laut Austria Solar einer Vollbremsung der Sanierungsoffensive gleichkommen würde. Die Analyse liefere auch keine Ergebnisse zum notwendigen Tempo der Wiederaufnahme der Förderungen. Diese sollten bereits ab Herbst 2025 erfolgen, um keine Zeit bei der Umsetzung von Klimaschutzinvestitionen zu verlieren, fordert der Verband.
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Solarwärme wartet auf Gleichbehandlung
Grüne Heiztechnologien sind notwendig, um grünes Wachstum durch grüne Technologien zu erreichen, das betont auch das Ministerium. In den Mittelpunkt werden dabei Biomasse, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung und Geothermie gerückt – die Solarwärme bleibt jedoch unerwähnt, wie Hackstock kritisiert. Für ihn ist bei der Sanierungsoffensive 2026 eine Gleichbehandlung von Solarwärme bei den Fördersätzen mit dem Kesseltausch unabdingbar, um die Unabhängigkeit bei der Energieversorgung zu erhöhen.
Theoretisch kann Solarwärme als Standard der klimaneutralen Warmwasserbereitung im Sommerhalbjahr die komplette Wärmeversorgung übernehmen, was die Stromnetze entlastet und Biomasseressourcen spart, die dafür im Winter zur Verfügung stehen. „Dafür wäre ein Markt von 20.000 neuen Solarwärmeanlagen pro Jahr erforderlich, der zusätzlich 1.000 neue Arbeitsplätze schafft und eine Milliarde Euro private Investitionen bis 2030 auslösen würde“, rechnet Hackstock abschließend vor.
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