Branchenradar : Österreichischer Sanitärmarkt stabilisiert sich
Der österreichische Markt für Sanitärarmaturen bekam im Jahr 2025 wieder etwas Wind in die Segel. Rückläufig entwickelten sich nur noch Küchenarmaturen, zeigen aktuelle Daten einer Branchenradar-Marktstudie. Als Treiber identifiziert das Marktforschungsinstitut das zwischenzeitliche Aussetzen der Bundesförderung zur Beschleunigung der Wärmewende. Dadurch seien im Vorjahr wieder mehr private Investitionen in die Wohnraumrenovierung geflossen. Laut den erhobenen Daten erhöhten sich die Herstellererlöse im Jahr 2025 um 1,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 94,9 Millionen Euro, wiewohl der Umsatz mit dem Neubau um mehr als fünf Prozent schrumpfte.
„Zuwächse gab es im Vorjahr in allen Produktkategorien, mit Ausnahme von Küchenarmaturen“, analysiert Studienautorin Veronika Beitel. Der Umsatz mit Dusch-, Wannen- und Waschtischarmaturen sei im Jahresvergleich um zwei bis drei Prozent gestiegen. Da der Küchenmarkt aber noch nicht auf die Beine gekommen sei, habe es auch bei Küchenarmaturen kein Plus gegeben.
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Sanitärkeramik: Absatz pendelt sich ein
Auch der Markt für Sanitärkeramik konnte sein Umsatzniveau 2025 aufgrund steigender Verkaufspreise halten. Damit dürfte das Ende des Konsolidierungspfads erreicht sein. Laut aktuellem Branchenradar stabilisierten die Herstellererlöse 2025 mit 46,8 Millionen Euro und -0,5 Prozent knapp unter Vorjahresniveau. „Verantwortlich dafür waren zwei Faktoren“, erklärt Studienautor Thomas Bruck. „Zum einen stiegen die Verkaufspreise, im Jahresvergleich im Schnitt um 3,1 Prozent. Zum anderen schrumpfte die Nachfrage nur noch im Neubau“. Der Umsatz im Bestandsgeschäft sei bereits signifikant um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Überraschenderweise profitiere davon der Sanitärgroßhandel um einen Tick stärker als der Baustoffhandel.