Kühlen mit Wärmepumpe : Fancoils machen Heizsysteme sommertauglich
Die Mozart Wärmepumpe und der flache Fina Fancoil bilden ein abgestimmtes System für angenehme Raumtemperaturen im Sommer und Winter.
- © böschVor etwa einem Jahr hat die Statistik Austria während einer Hitzewelle die wahrgenommene Belastung durch Hitze in Österreich erhoben. Insgesamt 46,1 Prozent der befragten Personen gaben an, durch die Hitze stark belastet zu sein. Es ist ein weiterer Beleg für etwas, das die Branche bereits erkannt hat: Steigende Sommertemperaturen erhöhen den Bedarf an Kühlung in Wohn- und Arbeitsräumen.
Gleichzeitig rücken gebäudetechnische Lösungen in den Fokus, die Heizen und Kühlen in einem System abbilden. Viele Geräte verfügen über eine integrierte Kühlfunktion und können dem Gebäude im Sommer Wärme entziehen. Über Flächenheizsysteme wie Fußboden- oder Wandheizungen lassen sich Gebäude etwa mit der Wärmepumpe temperieren. Wenn Räume mehr Kühlleistung brauchen, gezielt temperiert oder entfeuchtet werden sollen, können Fancoils die Wärmepumpe ergänzen. Sie leiten Heiz- oder Kühlenergie wassergeführt in den Raum, verteilen die Luft gleichmäßig und verbessern so das Raumklima.
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Heizen und Kühlen in einem System
Die Kombination aus Wärmepumpe und Fancoils eignet sich für Neubau, Sanierung und Nachrüstung. Sie nutzt niedrige Systemtemperaturen und verteilt Wärme oder Kälte wassergeführt im Gebäude. Für Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen ist die individuelle Regelbarkeit der einzelnen Räume ein Vorteil. Je nach Anwendung können Fancoils über einfache Raumthermostate, programmierbare Touch-Regler oder vernetzte Lösungen bedient werden. Auch die Einbindung über Modbus, KNX oder BACnet ist möglich.
„Heizen und Kühlen muss heute ganzheitlich gedacht werden. Mit Wärmepumpen und darauf abgestimmten Fancoils lässt sich ein komfortables Raumklima über das ganze Jahr realisieren – vor allem dann, wenn mehr Kühlleistung, kurze Reaktionszeiten oder raumweise Regelung gefragt sind“, weiß Markus Thielmann, Senior PM Kältesysteme bei Bösch.
Fancoils können so das ganze Jahr für ein passendes Raumklima sorgen: Im Winter geben sie Wärme ab, im Sommer kühlen sie. Auch in der Übergangszeit können sie morgens schnell Wärme in den Raum bringen und lassen sich im Tagesverlauf flexibel anpassen, wenn die Außentemperaturen steigen. Bei einem abgestimmten Sortiment aus Wärmepumpen und Fancoils lassen sich die Komponenten passend zum Gebäude und zur jeweiligen Nutzung kombinieren.
Vier Baureihen, vier Spezialitäten
Bei Bösch umfasst das Sortiment verschiedene Fancoil-Baureihen für Wohnräume, Büros, Hotels, Ordinationen, Verkaufsflächen und Gewerbebereiche. Die Geräte sind je nach Modell für Wand-, Decken- oder Standmontage geeignet:
- Die Baureihe Sira ist für sichtbare oder verdeckte Montage an Wand oder Decke konzipiert. Sie ist in mehreren Leistungsgrößen verfügbar und optional mit EC-Technologie erhältlich.
- Fina verbindet flaches Design mit effizienter Heiz- und Kühltechnik. Mit nur 127 Millimetern Bautiefe eignet sich das Gerät für hochwertige Wohn- und Objektbereiche.
- Vela ist ein wandhängender Design-Fancoil und ermöglicht eine platzsparende Integration ohne Stellfläche.
- Gila ist als 4-Wege-Kassette für den Deckeneinbau ausgelegt und verteilt die Luft mit 360-Grad-Luftführung im Raum.
Für das Projektgeschäft gibt es zusätzliche Fancoil-Lösungen für größere Objekte, besondere Einbausituationen oder projektspezifische Vorgaben an Leistung und Ausstattung.