Low-Price-Wärmepumpe : Bosch: Propan im Einstiegssegment

Helmut Weinwurm, Bosch Österreich, erwartet für 2026 wieder ein schwieriges Geschäftsjahr.

Helmut Weinwurm, Bosch Österreich, erwartet für 2026 wieder ein schwieriges Geschäftsjahr. 

- © Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/

Das natürliche Kältemittel Propan ist mittlerweile Branchenstandard. Bosch bringt nun eine Wärmepumpe explizit für das Einstiegssegment, um die Wärmepumpe auch für preissensible Kund*innen attraktiv zu machen, ohne Abstriche bei der Qualität befürchten zu müssen. Ab Sommer 2026 deckt die Low-Price-Point-Wärmepumpe Compress 3800i AW einen Markt ab, der von den Markenherstellern bisher nicht besonders intensiv bespielt wurde. Die Produktfamilie richtet sich an budgetorientierte Kund*innen, die auf Bosch-Qualität trotzdem nicht verzichten wollen.  

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Compress 3800i AW: Das kann die neue Bosch-Wärmepumpe

Die Eckdaten: Fünf Leistungsgrößen von 4 bis 13 kW decken Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser in Neubau und Bestand ab. Die Compress 3800i AW erreicht einen SCOP von bis zu 5,14 bei 35 °C Vorlauftemperatur und bis zu 3,87 bei 55 °C. Die Kühlfunktion ist serienmäßig integriert. Eine Außeneinheit mit Bauhöhe von achtzig Zentimetern und einem Wandabstand von zehn Zentimetern eignet sich für die Platzierung unter Fenstern oder in engen Nischen. 

Die Inneneinheiten sind für verschiedene Aufstellsituationen ausgelegt, zum Beispiel im engen Hauswirtschaftsraum, in der Dachheizzentrale oder im Heizungskeller mit niedriger Deckenhöhe. Vormontierte Tragegurte an der Außeneinheit und Griffmulden an der Modulinneneinheit erleichtern den Transport. Dank des integrierten Internet-Gateways sind Fernwartung über HomeCom Pro und Software-Updates über die EasyService App direkt vor Ort möglich. Die Garantie ist auf bis zu sieben Jahre erweiterbar. 

Ab Sommer 2026 ist die Low-Price-Wärmepumpe Compress 3800i AW von Bosch ein Angebot für die kleinere Geldbörse. 

- © Bosch

Bilanz 2025, Ausblick 2026

Die Low-Price-Wärmepumpe kündigte Helmut Weinwurm, Bosch-Repräsentant in Österreich, bei der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2025 an. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro, was einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Damit schloss Bosch das Geschäftsjahr in Österreich zwar insgesamt mit einem Umsatzminus ab, doch das ist ausschließlich auf die bekannte Schwäche des Automotive-Bereichs zurückzuführen. Im Segment „Energy and Building Technology“ konnten außer der Wärmepumpe alle Technologien wachsen; der Umsatzrückgang bei der Wärmepumpe ist für Weinwurm vor allem auf die Vollbremsung bei den Förderungen zurückzuführen. Speziell das Geschäft mit Industriekesseln erreichte ein Rekordhoch. Für 2026 erwartet Weinwurm ein volatiles Geschäftsjahr, vor allem wegen der geopolitischen Spannungen, der unsicheren Entwicklung bei den Energiepreisen und der schwachen Baukonjunktur. Auf all diese Einflussgrößen ist die Low-Price-Wärmepumpe eine Antwort, um die Technologie für breitere Zielgruppen attraktiv zu machen. 

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