Hauseinführung : Mit der Wärmepumpe durch die Wand
Neben der Wahl der richtigen Wärmepumpe ist die Wahl der korrekten Hauseinführung für die Wärmepumpe essenziell. Ansonsten ist die regelkonforme Abdichtung der die Kellerwand oder die Bodenplatte durchringenden Leitungen nicht sichergestellt
- © DoymaFür den Einbau von Wärmepumpensystemen durchdringen immer Rohre und Kabel die äußere Gebäudehülle. Diese Hauseinführungen müssen, insbesondere bei der erdberührten Durchdringung, gas- und wasserdicht verschlossen werden. Zur Einführung dieser Rohre und Kabel werden häufig immer noch Kanalgrundrohre zweckentfremdet eingesetzt. Die Abdichtung zum Bauwerk und zur Leitung ist auf diese Weise aber nicht oder nicht dauerhaft gegeben und entspricht somit nicht dem Stand der Technik – und auch nicht den gesetzlichen Vorgaben. In besonders ungünstigen Fällen, in denen die Abdichtung der Wanddurchführung besonders schlampig gemacht wird, kann selbst heute noch „die Sonne durchscheinen“ – so etwa die Erfahrung von Georg Benke.
Die Wärmepumpe hat sich in Österreich und ganz Mitteleuropa mittlerweile zur Heizungstechnologie Nr. 1 entwickelt. Eine Professionalisierung der Hauseinführung ist nötig, denn die hier passierenden Fehler sind oft sogar für Laien mit freiem Auge zu erkennen und sorgen für Unzufriedenheit bei den Kund*innen.
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Oberirdisch für Monoblock und Split
Aus diesem Grund hat Doyma einen Fokus auf das Thema Wärmepumpeneinführungen gelegt. Der Spezialist für Gebäudedurchdringungen, Dichtungs- und Brandschutzsysteme aus Niedersachsen hat vor drei Jahren die erste professionelle oberirdische Wärmepumpeneinführung für Luft-Wasser-Wärmepumpen (Monoblock) auf den Markt gebracht. Doymafix HP/O kommt sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden zum Einsatz. Ein angesichts der Änderungen durch die F-Gas-Verordnung besonders nützliches Feature ist die Gasdichtigkeit, die auch eine Installation innerhalb des Schutzbereiches bei R290 möglich macht.
Die Installation selbst kann von nur einer Person innerhalb kürzester Zeit vorgenommen werden. Im Auslieferzustand ist die Wärmepumpeneinführung für den Einbau in Wänden mit einer maximalen Stärke von 500 mm geeignet. Dank der Zwischensegmente, die es als Zubehör gibt, kann das Produkt individuell auch an größere Wandstärken von über 500 mm angepasst werden. Auch für Split- und Klimageräte gibt es eine Variante namens Domafix HP/O-S. Seit Kurzem ist auch eine oberirdische Wärmepumpeneinführung für Split- und Klimageräte auf dem Markt. Dieses Produkt trägt den Namen Doymafix HP/O-S und zeichnet sich durch ein kompakteres Einbaumaß aus.
Unterirdisch für Monoblock
Neben dem oberirdischen Anschluss gibt es auch die Möglichkeit der unterirdischen Durchführung. Auch hier hat das Unternehmen zwei Anschlusssets für Luft-Wasser-Wärmepumpen (Monoblock) am Markt etabliert. Bei der Doymafix Connect HP/B Pro handelt es sich um ein Anschlusssystem für erdberührte Gebäudeaußenwände, und die Doymafix Connect HP/P Pro ermöglicht den fachgerechten Anschluss von Wärmepumpenanlagen durch die Bodenplatte. Beide Varianten werden als anschlussfertige Komplettsets ausgeliefert und zeichnen sich unter anderem durch die Möglichkeit einer einfachen Ein-Personen-Montage aus. Die Lieferung erfolgt jeweils inklusive der erforderlichen Abdichtung zum Gebäude. Die neuen Anschlusssets sind in DN 32 (in den Längen 3 und 5 m) sowie in DN 40 (in den Längen 10, 15 und 20 m) erhältlich. Sie ermöglichen so auch den Anschluss von Wärmepumpen, die weit vom Wohnhaus entfernt stehen.
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Die Verwendung von flexiblen Edelstahlwellrohren schafft außerdem größere Flexibilität im Bauablauf. Das ebenfalls flexible Mantelrohr zeichnet sich durch einen geringen Biegeradius von 0,5 m aus. Die geringen Rückstellkräfte des Edelstahlwellrohres und die beiliegende Montagehilfe in Form des Bogenzuges zur Herstellung und Fixierung der notwendigen Bögen im Leitungsverlauf des Mantelrohres machen dies möglich. Als Abdichtungselement liegt die Quadro-Secura Quick/O bei und macht Montage unabhängig von der Beschaffenheit des Mauerwerks und der Abdichtungsform möglich.
Mit dem Quadro-Secura-Bauherrenpakete Split-Wärme pumpe für Gebäude mit Keller hat Doyma ein Produkt auf den Markt gebracht, mit dem sich Kältemittelleitungen sicher ins Gebäude einführen lassen. Bei nicht unterkellerten Gebäuden empfiehlt Doyma bei der Verwendung von Kältemittelleitungen zum Beispiel eine Quadro-Secura E-BP-R in Kombination mit einem Curaflex Nova Uno/M/T.
- © DoymaDichtungen für alle Fälle
Für viele gängige Wärmepumpentypen und Leitungsarten hat Doyma eine passende Lösung im Sortiment der Dichtungssysteme. Dabei kann es sich um klassische Dichtungseinsätze für die Abdichtung gegen drückendes Wasser handeln. So empfiehlt der Dichtungsspezialist bei Kunststoffrohren die Verwendung des Dichtungseinsatzes Curaflex Nova Uno beziehungsweise bei flexiblen/gewellten Nah- und Fernwärmerohren den Curaflex Nova Senso.
Anders sieht das bei Kältemittelleitungen aus. Um diese regelwerkskonform in ein Gebäude einzuziehen, ist die Kombination aus einer Einspartenhauseinführung und einem geteilten Mehrfach-Dichtungseinsatz erforderlich. Um es allen am Bau beteiligten Partnern möglichst leicht zu machen, hat Doyma zwei Systemlösungen ins Sortiment genommen: die Quadro-Secura Bauherrenpakete Split-Wärmepumpe, sowohl für Gebäude mit Keller als auch ohne Keller.
Planungshilfen für die Hauseinführung
Neben den Produkten hat Doyma eine Broschüre sowie einen Online-Konfigurator mit dem Titel „Planungshilfe – Hauseinführungen für Wärmepumpen“ aufgelegt. Denn die Auswahl des richtigen Systems ist oft nicht ganz einfach: Diese Planungshilfen unterstützen sowohl Planungsbüros als auch ausführende Installationsunternehmen dabei, rasch eine sichere und rechtskonforme Lösung für jedes Wärmepumpenprojekt zu finden. Als Ansprechpartner für Doyma in Österreich fungiert Oliver Berger.