Austrian Standards : Normensammlung für Trinkwasserhygiene aktualisiert

Die zweite Auflage der Normensammlung für Trinkwasserhygiene sorgt für Trinkwassersicherheit in Gebäuden aller Größenordnungen.

Die zweite Auflage der Normensammlung für Trinkwasserhygiene sorgt für Trinkwassersicherheit in Gebäuden aller Größenordnungen. 

- © Austrian Standards

Während den ersten Hitzerekorden des Jahres nehmen auch die Anfragen zu Trinkwasserhygiene bei Austrian Standards deutlich zu. Das Thema bewegt eine Nation, die traditionell stolz auf ihre hohe Wasserqualität ist. Spürbar wird das häufig zur Ferienzeit bei Reisen an Orte, an denen vor dem Verzehr von Leitungswasser gewarnt wird. Denn was für Österreicher*innen eine Selbstverständlichkeit ist, stellt für Professionist*innen ein Job mit großer Verantwortung dar: Gebäude jederzeit mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser zu versorgen. Die zweite Auflage der „Normensammlung Trinkwasserhygiene in Hausinstallationen“ der Standardisierungsorganisation erscheint damit zum richtigen Zeitpunkt.

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Nachschlagewerk gegen (meist unsichtbare) Gefahren

Hinter der Tatsache, dass sich ganz Österreich wortwörtlich blind auf sein berühmtes „Leitungswasser“ als vielleicht wichtigstes Lebensmittel verlässt, steckt konsequente Arbeit und ganz viel Expertise in Form von ÖNORMEN. Im Paarlauf kümmern sie sich darum, dass die meist unsichtbaren Risiken wie beispielsweise Legionellen gar nicht erst entstehen. Sie sorgen dafür, dass Wasser schon in der Gebäudeplanung die notwendige Aufmerksamkeit erhält und im laufenden Gebäudebetrieb den Weg sicher bis zur Ausgabestelle schafft.

Dafür hat Austrian Standards jetzt die Normensammlung „Trinkwasserhygiene in Hausinstallationen“ aktualisiert. Die zweite Ausgabe umfasst im Volltext sechs Standards, die die Anforderungen an Trinkwasserinstallationen, mikrobiologische Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit, Anforderungen an Heizungs- und Warmwassersysteme, Objektsicherheitsprüfungen sowie moderne und machbare Methoden des Risikomanagements abdecken. Passend zum ganzheitlichen Ansatz dieser Normensammlung richtet sie sich an alle Gebäude-Stakeholder: an Planer*innen, Installateur*innen, Haustechniker*innen, Facility Manager*innen, Verwalter*innen, Eigentümer*innen, Architekt*innen, Hygienefachkräfte, Prüfstellen, Sachverständige und alle weiteren Personen, die Verantwortung für den sicheren Betrieb von Trinkwasserinstallationen tragen.

Sie beinhaltet darüber hinaus den Technischen Report CEN/TR 17801:2022-02-16, einen Leitfaden für die Umsetzung eines von der WHO empfohlenen Water Safety Plan-Konzepts für Gebäude. Letzterer hat zum Ziel, Trinkwasser ganzheitlich in einem Gebäude zu erfassen, um dadurch mögliche Risiken – wie Temperaturschwankungen im System oder Stagnationswasser und Co. im laufenden Betrieb – noch früher zu erkennen.

Die Normen der Sammlung auf einen Blick

  • ÖNORM B 2531:2025-04-15
  • ÖNORM B 1921:2023-07-01
  • ÖNORM H 12828:2023-01-01
  • ÖNORM H 5155:2025-12-01
  • ÖNORM B 1300:2018-02-01
  • ÖNORM B 1301:2025-11-01
  • sowie der Technische Report CEN/TR 17801:2022-02-16

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