BIG Konzernbilanz 2024 : Bundesimmobiliengesellschaft knackt Investitionsrekord

BIG-Geschäftsführung: Christine Dornaus und Gerald Beck
- © Daniel HinterramskoglerDie Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) kann in ihrer Konzernbilanz für 2024 auf stabile Ergebnisse verweisen. „Der BIG Konzern konnte seinen Erfolgskurs fortsetzen und als wichtiger Impulsgeber für die heimische Wirtschaft wirken. Erstmals haben wir in einem Jahr über 1 Mrd. Euro investiert", wie BIG Geschäftsführerin Christine Dornaus zusammenfasst. Damit habe die BIG 11.500 Arbeitsplätze in Österreich gesichert und über 2.000 heimische Firmen in der Baubranche beauftragt, viele davon Handwerksbetriebe aus der Region.
Die Investitionen in Neubau, Sanierung und Instandhaltung stiegen auf 1,079 Mrd. Euro (2023: 865,4 Mio. Euro). BIG Geschäftsführer Gerald Beck verweist auf einen Schwerpunkt: „Dabei floss konzernweit mit über 45 Prozent ein sehr hoher Anteil der Investitionen in die Sanierung und Instandhaltung von Bestandsgebäuden." Das Portfolio des Konzerns umfasste zum Ende des Geschäftsjahres 2.024 Liegenschaften. Zum Stichtag 31. Dezember betrug der Vermietungsgrad – wie schon im Vorjahr – 99 Prozent.
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2024 in absoluten Zahlen
Der Gesamtumsatz des BIG Konzerns stieg auf insgesamt 1,53 Mrd. Euro (2023: 1,42 Mrd. Euro), das operative Ergebnis (EBITDA) auf 880,5 Mio. Euro (2023: 834,5 Mio. Euro). Der Gewinn der Periode fiel 2024 mit 884,5 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr (2023: 1,074 Mrd. Euro). Das liegt laut BIG in erster Linie an den höheren Investitionen in die Dekarbonisierung der bestehenden Gebäude; zudem sei, trotz gegenläufigen Tendenzen in der Branche, der Wert des Konzernportfolios zwar gestiegen, aber marktbedingt etwas weniger als in den Vorjahren.
Bis 2040 werden wir zusätzliche 2 Mrd. Euro für die gezielte Dekarbonisierung unserer Häuser in die Hand nehmen.Gerald Beck, BIG
Schwerpunkt auf Sanierung
Die BIG setzt damit einen besonderen Schwerpunkt auf Investitionen in den Gebäudebestand. Aktuell werden zum Beispiel die 100.000 m² der Justizanstalt Josefstadt und des Straflandesgerichts Wien saniert und thermisch optimiert. „Bis 2040 werden wir zusätzliche 2 Mrd. Euro für die gezielte Dekarbonisierung unserer Häuser in die Hand nehmen. 2024 wurden die ersten größeren Investitionen getätigt und ab nächstem Jahr wird sich das Volumen auf deutlich über 100 Mio. Euro pro Jahr einpendeln", sagt Beck. Ziel sei es, so viele Liegenschaften wie sinnvoll möglich mit lokal vorhandenen, erneuerbaren Energiequellen zu versorgen", sagt Beck.
>>> Sanierungsrate in Österreich: 1,5 Prozent sind nicht genug
Die BIG investierte im vergangenen Jahr auch über 350 Mio. Euro in den Schul- und Universitätsbau. Österreichweit laufen mit dem MedUni Campus Mariannengasse in Wien, dem Graz Center of Physics und dem Haus der Physik in Innsbruck universitäre Großbauprojekte.
ARE: 2.200 Wohneinheiten in Bau
Gleichzeitig trug das Tochterunternehmen Austrian Real Estate (ARE) erneut zur Wohnraumentwicklung in Österreich bei. 2024 war die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen österreichweit erneut rückläufig – nicht so bei der ARE. 2024 waren über 2.200 Wohneinheiten in Bau, davon konnten über 600 termingerecht fertiggestellt werden.
>>> Errichten: Der Kostenanteil der Gebäudetechnik
Das aktuell größte Stadtentwicklungsprojekt der ARE ist das Village im Dritten in Wien-Landstraße, das in den nächsten Jahren gemeinsam mit verschiedenen Partnern umgesetzt wird. Auf elf Hektar Fläche entstehen rund 2.000 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen, Kindergärten, eine weitere Schule und ein zwei Hektar großer Park. Im Village im Dritten entsteht auch Österreichs größtes Erdwärmenetz mit 500 Tiefensonden als Teil des Energiesystems, mit dem das neue Stadtquartier größtenteils mit lokal vorhandenen und erneuerbaren Ressourcen versorgt werden kann.