Gebäudemanagement : Wie Pocket House den DC2 Tower digitalisiert
Der DC2 Tower (links) ergänzt bald Wiens Skyline.
- © Office Le NomadMit dem prestigeträchtigen Auftrag zur Digitalisierung des DC2 Towers der Commerz Real erweitert Pocket House sein digitales Tower-Portfolio in der Wiener Donau City. Nach erfolgreichen Projekten im Zwillingsturm DC Tower 1, den Danube Flats und der DC Waterline schafft das international tätige PropTech nun die digitale Grundlage für eines der modernsten Gebäude Wiens.
Der vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfene Tower soll Ende 2026 fertiggestellt werden und vereint Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftliche Angebote in einem modernen Mixed-Use-Konzept. Der Sockelbereich wird für Gastronomie und Co-Working genutzt, darüber entstehen Büros auf 30 Stockwerken – pro Geschoß stehen rund 980 Quadratmeter. Ab einer Gebäudehöhe von 102 Metern folgen 314 Mietwohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen. Als europäischer Vorreiter wird das Gebäude außerdem auf der gesamten Höhe mit über 4.000 Photovoltaik-Elementen verkleidet. Die Paneele sind so designt, dass sie nicht nur visuell ins Konzept passen, sondern auch genug Tageslicht für eine natürliche Belichtung der Wohnungen durchlassen. Ein weiteres Plus: Die Paneele vermindern den Wärmeeintrag in die Innenräume.
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24/7-Gebäude durch Mixed-Use
Über die Pocket House App werden künftig zahlreiche Services und Gemeinschaftsflächen digital verwaltet, gebucht und genutzt. Dazu zählen unter anderem Fitnessbereiche, Homeoffice-Flächen, Eventräume sowie weitere Shared Amenities. Dabei hilft Pocket House seine bisherige "Tower-Expertise", wie es der Experte für Gebäude- und Quartiersmanagement bezeichnet. Dazu zählt Umgang mit räumlichen, betrieblichen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen wie geteilte Infrastrukturen, komplexe technische Anlagen, Kommunikation in der Vertikalen oder auch die Balance zwischen Zugänglichkeit, Komfort und Schutz.
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Um den unterschiedlichen Anforderungen der Nutzungsgruppen gerecht zu werden, erhalten Bewohner*innen und Büromieter*innen des DC 2 Towers jeweils eigene, individuell gestaltete App-Bereiche mit spezifischen Funktionen und Services. Für Pocket House unterstreicht das Projekt die wachsende Bedeutung digitaler Lösungen für urbane Gebäudeentwicklungen. „Die Zukunft der Stadt liegt im Mixed-Use-Gebäude. Nur so schaffen wir es, keine reinen Schlaf- oder Arbeitsgebäude mehr zu entwickeln, sondern lebendige 24/7-Gebäude“, erklärt Simone Rongitsch, Geschäftsführerin von Pocket House. Auch mit Blick auf die Stromerzeugung der PV-Anlage ist eine gemischte Nutzung des Gebäudes von Vorteil, da Büroflächen zu den Mittagsspitzen eher belegt sind als Wohnflächen.
Für Rongitsch und Pocket House besteht die Herausforderung darin, unterschiedliche Gruppen an Nutzer*innen mit unterschiedlichen Anforderungen und Angeboten gleichermaßen zu servicieren – „sowohl für die Nutzer selbst als auch für die Verwaltung im Hintergrund“.