Marktentwicklung : 2025: Bosch bewegt sich auf Vorjahresniveau
Jan Brockmann, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Bosch Home Comfort Group: „Wir bleiben mit der Elektrifizierung des Gebäudebestandes trotz Gegenwind auf Kurs."
- © BoschDie Bosch Home Comfort Group ist stabil durch 2025 gekommen. In einem Marktumfeld geprägt von Nachfragerückgängen in Nordamerika und Unsicherheiten in Europa konnte die Gruppe – ohne die neu akquirierten Einheiten – ihren Umsatz nach vorläufigen Zahlen bei rund 4,4 Milliarden Euro stabilisieren. Nominal ist der Umsatz um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – wechselkursbereinigt um rund drei Prozent. 2024 lagen die Erlöse liegen nominal um ein Prozent unter 2023, wechselkursbereinigt auf Vorjahreshöhe.
Die Integration des weltweiten Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäfts für Wohn- und kleine Gewerbegebäude von Johnson Controls und Hitachi wurde planmäßig im Januar 2026 abgeschlossen und zeigt in der Umsetzung erste Synergieeffekte, beispielsweise im Produktportfolio und in der Logistik. Zum 31. Dezember 2025 waren weltweit rund 24.000 Mitarbeitende bei der Bosch Home Comfort Group tätig.
Um ihr Wachstum zu sichern, hat die Bosch Home Comfort Group im Jahr 2025 insgesamt rund 200 Millionen Euro investiert, wobei die Mittel etwa zur Hälfte in das bestehende und das neu akquirierte Geschäft flossen. Diese Investitionen verteilten sich auf alle Regionen: In Amerika gingen sie primär in die Lieferkette und den Ausbau der Produktionskapazitäten. In Asien wurde in neue Test- und Laborkapazitäten investiert, während in Europa Elektrifizierungsprojekte an den Standorten Aveiro, Portugal und Eibelshausen, Deutschland, weiter vorangetrieben wurden.
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Bosch glaubt an die Wärmepumpe
Der globale HVAC-Markt der Gruppe wuchs im Jahr 2025 um rund ein Prozent. Dabei zeigte sich ein gemischtes Bild: Die Region Asien-Pazifik verzeichnete ein geringes Marktwachstum, EMEA lag auf Vorjahresniveau, und in der Region Nord- und Lateinamerika war der Markt im Vergleich zu 2024 rückläufig. Diesen Rückgang beeinflussten maßgeblich die Vereinigten Staaten, wo die private Nachfrage besonders im Bereich Klimatisierung zurückging.
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Der deutsche Heizungsmarkt verzeichnete nach einer bereits rückläufigen Entwicklung im Jahr 2024 einen weiteren Einbruch, insbesondere bei Heizkesseln. Die Nachfrage nach Wärmepumpen stieg hingegen deutlich um 47 Prozent. Ein Trend, der sich auch in Europa leicht abzeichnet: Mittlerweile sind rund 20 Prozent der neu installierten Wärmeerzeuger Wärmepumpen, ein Anstieg um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. „Wir bleiben mit der Elektrifizierung des Gebäudebestandes trotz Gegenwind auf Kurs. Jetzt braucht es ordnungspolitische Klarheit, um die Verunsicherung der Verbraucher zu reduzieren und ihnen Vertrauen und Sicherheit für langfristige Investitionsentscheidungen zurückzugeben“, führt Jan Brockmann, Vorsitzender des Bereichsvorstands, aus.
Für die EMEA-Region erwartet die Grupppe in den nächsten zwei Jahren zudem ein jährliches Wachstum mit Klimatisierungslösungen von rund sechs Prozent. „Unser erweitertes Portfolio ermöglicht einen echten Systemansatz – von Heizen über Kühlen bis hin zu hybriden Lösungen“, erklärt Maria Zesch, die zum 1. Januar 2026 die regionale Verantwortung für Europa, den Mittleren Osten und Afrika im Bereichsvorstand der Bosch Home Comfort Group übernommen hat.
Bosch will 2026 schneller wachsen als der Markt
Für 2026 rechnet die Bosch Home Comfort Group unter der Voraussetzung sich nicht weiter verschärfender externer Einflüsse mit einer schrittweisen Erholung des Marktes und Reduzierung von Hindernissen im globalen HVAC-Markt. Ab 2027 könnte die Marktdynamik dann zunehmen, insbesondere in Nordamerika. Dort werde nach aktuellen Einschätzungen vor allem der Markt für Erneuerung und Modernisierung zum Wachstum beitragen. „Wir wollen im oberen einstelligen Prozentbereich pro Jahr und damit schneller als der Markt wachsen“, so Brockmann über die ambitionierten Wachstumsziele.