Wärmepumpenmarkt Deutschland 2025 : Branchenprognose Deutschland: 300.000 abgesetzte Wärmepumpen
BWP-Geschäftsführer Martin Sabel
- © BWPDer deutsche Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rechnet für das Jahr 2025 mit etwa 300.000 abgesetzten Wärmepumpen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Absatz stark eingebrochen ist, wäre das ein Plus von über 50 Prozent. Angesichts der Marktentwicklung hebt der Verband hebt auch seine Prognosen für die kommenden Jahre an – unter einer Bedingung: Stabilität bei den Heizungsregeln und der Förderung.
Seit März bewegen sich die monatlichen Verkaufszahlen in Deutschland konstant um 25.000 Geräte; im September und Oktober wurden mehr als 30.000 Wärmepumpen abgesetzt. Insgesamt liege der Absatz bis Oktober laut Verband bereits bei rund 255.000 Geräten – ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. BWP-Vorstandsvorsitzender Claus Fest freut sich: „Die Wärmepumpe hat das Rennen gemacht und wird ihren Status als die neue Standardheizung in Deutschland verteidigen.“ In Österreich stellt sich die Situation umgekehrt dar: In den ersten drei Quartalen des Jahres hinkt der 11,87 Prozent hinter 2024 her.
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Prognose: 410.000 Wärmepumpen 2026
Ähnlich positiv äußert sich BWP-Geschäftsführer Martin Sabel, auch wenn er die in Teilen immer noch kontroverse Diskussion um die Technologie kritisiert: „Die Wärmepumpe setzt sich als Heiztechnik weiter durch. Das ist gut für den Industriestandort und Arbeitsplätze in Europa und Deutschland, denn viele der abgesetzten Anlagen werden hier entwickelt und gefertigt." Auf Basis der Marktlage hebt der BWP seine Prognose für 2026 deutlich an. In seinem „Business as Usual“-Szenario rechnet der Verband nun mit 410.000 verkauften Geräten – ein deutlicher Aufwuchs gegenüber der Vorjahresschätzung. Dort prognostizierte der Verband in diesem Szenario noch 350.000 Anlagen für das kommende Jahr.
Die Aufwärtskorrektur der Prognosen zeige laut Sabel, dass der Markt unter den aktuellen Bedingungen funktioniere: „Es ist wichtig, dass verlässliche Regeln gelten. Stetig wiederkehrendes Infragestellen bereits getroffener Entscheidungen wie beim Gebäudeenergiegesetz oder bei der CO₂-Bepreisung erzeugen aus unserer Sicht nur unnötig Unruhe und verzögern Investitionsentscheidungen.“ Auch hier lohnt sich ein Vergleich mit Österreich: Nach dem Förderhoch 2024 kam mit der folgenden Förderpause, die bis November 2025 anhielt, auch der Wärmepumpenmarkt unter Druck.