Messe Wels : Aus der Energiesparmesse wird wieder die Energiesparmesse
Die Energiesparmesse rückt wieder in den Vordergrund, der Zusatz WEBUILD rückt in den Hintergrund und wird stärker mit dem Baubereich verknüpft.
- © Messe WelsJe mehr Aussteller, desto attraktiver ist eine Messe für die Besucher*innen: Nach diesem Credo richtet die Messe Wels ihre Energiesparmesse neu aus. Messedirektor Robert Schneider erklärt im TGA-Interview, warum der traditionsreiche Name wieder mehr betont wird, welche Angebote es für neue und zurückkehrende Aussteller geben soll und wie es mit dem Baufortschritt für die neue Halle 22 aussieht.
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Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Stimmt es, dass die Energiesparmesse 2026 wieder mehr zur „Energiesparmesse“ wird?
Robert Schneider: Ja! Wir werden uns wieder mehr auf den Kern der Messe konzentrieren. Die Marke Energiesparmesse ist ganz einfach sehr stark und in der Branche seit 40 Jahren bekannt.
Der Markenrelaunch zur WEBUILD Energiesparmesse ist noch nicht lange her. Warum sind Sie damals diesen Schritt gegangen?
Schneider: Wir haben 2019 den Markenrelaunch durchgeführt, hin zur WEBUILD Energiesparmesse. WEBUILD steht für „wir bauen gemeinsam unsere Zukunft“. Damit war auch der Energiebereich gemeint und die Transformation hin zu einer Plattform für die Energiewende.
Warum ist jetzt Entscheidung gefallen, den traditionellen Kern der Messe und den Namen Energiesparmesse wieder mehr zu betonen?
Schneider: Wir haben festgestellt, dass sich der Name WEBUILD bei den Ausstellern und Besuchern nicht stark genug etabliert hat. Auch wurde der Name immer wieder mit dem reinen Baubereich in Verbindung gebracht. Daher gehen wir wieder einen Schritt zurück und es darf wieder Energiesparmesse gesagt werden ;-)
Wir haben festgestellt, dass sich der Name WEBUILD bei den Ausstellern und Besuchern nicht stark genug etabliert hat.
Umfrage: Je mehr Aussteller, desto besser
Wie geht es mit WEBUILD weiter?
Schneider: WEBUILD wird weiterhin in der Marke bleiben, aber in den Hintergrund treten.
Der Begriff „Energiesparmesse“ steht stark fürs Heizen, für Energieeffizienz und für die Nutzung Erneuerbarer Energie – also quasi die bisherige Halle 20. Hat die neue Namensstrategie Auswirkungen auf den 3-Tages-Bereich für die Fachbesucher*innen oder die Hallenaufteilung?
Schneider: Die Halle 20 wird im kommenden Jahr in den Grundzügen so bleiben wie 2025. Der Energiebereich hat sich ja bereits 2024 schon in die Halle 21 ausgeweitet und vergrößert. In unserer Fachmessestrategie sehen wir die Zukunft der Energiesparmesse und wollen daher den 3-Tages Bereich weiter ausbauen. Hierzu finden aktuell gerade Gespräche mit Ausstellern und Verbänden statt.
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Welche Neuerungen sind darüber hinaus rund um die Energiesparmesse 2026 angedacht?
Schneider: Es ist wichtig, alle namhaften Marken und Unternehmen auf der Messe zu haben. Unsere Befragungen bei den Installateuren haben ganz klar ergeben – je mehr Aussteller, desto attraktiver ist die Messe für den Besucher. Alle anderen Faktoren sind hinten angereiht und nicht primär ausschlaggebend für einen Messebesuch.
Was für Angebote planen Sie, um neue Aussteller zu gewinnen oder gar jene zurückzuholen, die in den letzten Jahren nicht mehr dabei waren?
Schneider: Unser Ziel für 2026 ist es, für jeden Aussteller ein passendes Angebot zu finden, damit er sich an der Energiesparmesse beteiligen kann. Sei es mit einem eigenen Messestand, einem günstigen Komplettstand, in einer Gemeinschaftsausstellung, beim Großhandel oder mit anderen Partnern. Für jedes Marketingbudget müssen wir eine Lösung und ein Angebot finden. Darüber hinaus führen wir intensive Gespräche mit allen Verbänden, um die Strategie der Energiesparmesse nachhaltig auszurichten.
Unser Ziel für 2026 ist es, für jeden Aussteller ein passendes Angebot zu finden.
Pläne für den Baubereich
Neben der klassischen Energiesparmesse mit dem Fokus auf Energietechnik, Heizungs- und Sanitär-Installation steht gleichberechtigt ja auch der Baubereich. Was ist da geplant?
Schneider: Der Baubereich entwickelt sich aktuell sehr positiv. Wir spüren die leichte Erholung am Bausektor und das Interesse an einer Messebeteiligung steigt. Auch einige Unternehmen, die in den letzten Jahren auf der Kostenbremse gestanden sind, überlegen wieder auf der Energiesparmesse auszustellen.
Der Baubereich soll in der neuen Halle 22 seine Heimat finden: Wie steht es um den Baufortschritt und die Verankerung des Konzepts in der Baubranche?
Schneider: Die neue Halle 22 wird sicherlich ein großer Impuls für den Baubereich sein. Endlich ist es uns möglich, den Baubereich geschlossen und modern in einer Halle zu präsentieren. Der Baufortschritt ist sehr erfreulich – wir haben einen engen Zeitplan und wollen ja bereits Ende Jänner die Halle in Betrieb nehmen. Derzeit sind wir sehr gut im Zeitplan und ich rechne mit keinen Verzögerungen. Auch kostenseitig haben wir alles im Griff und wir erwarten, dass wir die geplanten Baukosten von 32 Mio. Euro sogar leicht unterschreiten können.
Woran werden insbesondere die Fachbesucher*innen, aber auch die Endkund*innen merken, dass die Energiesparmesse einen veränderten Fokus hat?
Schneider: Wir arbeiten daran, die Energiesparmesse attraktiver für den Messebesucher zu machen. Im Sanitärbereich präsentieren wir gerade ein neues Ausstellungskonzept und auch im Hinterwandbereich treten wir mit neuen Ideen an. Die Halle 22 wird im Baubereich neue Impulse setzen. Sowohl die Fachbesucher als auch die Häuslbauer sollen eine spannendere und größere Messe 2026 erleben.
Beim Neubau der Halle 22 werden wir die geplanten Baukosten von 32 Mio. Euro sogar leicht unterschreiten.
Energiesparmesse 2026
Messe Wels, 25. Februar bis 1. März 2026
- SHK-Fachtage: Mittwoch, 25. bis Freitag, 27. Februar 2026
- Bau-Fachtag: Donnerstag, 26. Februar 2026