Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe : VZI jetzt auch mit Planungsbüros ausführender Unternehmen
VZI-Vizepräsident Wolfgang Kradischnig, Delta, über die Öffnung des Verbandes.
- © Delta AGDer Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI) hat 2025 durch eine gezielte verbandspolitische Maßnahme seinen Mitgliederkreis geöffnet: Seit Mitte des vergangenen Jahres steht auch Planungsbüros ausführender Unternehmen der Weg in den Verband offen – in Form einer außerordentlichen Mitgliedschaft. Den VZI gibt es seit 1987, er setzt sich für eine Verbesserung der Geschäfts- und Rahmenbedingungen der Branche ein. Mit diesem Schritt will er den fachlichen Dialog zwischen unterschiedlichen Planungseinheiten weiter fördern, die Zusammenarbeit stärken und gemeinsame zukünftige Qualitätsstandards entwickeln.
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Unterschiedliche Strukturen, ähnliche Herausforderungen
Im Rahmen von zwei intensiven Workshops mit Planungsbüros ausführender Unternehmen war das klare Ergebnis: Auch wenn die Strukturen teils unterschiedlicher nicht sein können, sind doch viele Herausforderungen und auch Interessen deckungsgleich.
Im Mittelpunkt standen dabei wichtige Themen wie die Optimierung des Wissensmanagements, das Heben von „human potential“, das optimale Zusammenspiel von Planung und Ausführung sowie die Bestellqualität und deren Bedeutung über den Prozess der Ausführung hinweg. Mit der Entscheidung, die Mitgliedschaft allen Planungsbüros zu ermöglichen, sollen Parallelstrukturen, unnötige Mehrfachaufwände und strukturelle Ineffizienzen zwischen Planung und Ausführung reduziert und stattdessen Wissen und Erfahrung gezielt gebündelt werden.
Die besten Lösungen werden wir entwickeln, wenn wir nicht nur auf unseren eigenen Inseln sitzen und versuchen, dort neue Wege zu finden.Wolfgang Kradischnig, VZI
Pde, Riederbau und Sedlak beim VZI
„Die besten Lösungen werden wir entwickeln, wenn wir nicht nur auf unseren eigenen Inseln sitzen und versuchen, dort neue Wege zu finden. Qualitätsvolle Planung lebt davon, dass wir Brücken bauen, gemeinsam denken und an einem Strang ziehen“, betont Wolfgang Kradischnig, Vizepräsident des VZI. In der bewussten Öffnung des Verbandes liege daher großes Potenzial, Verantwortung gemeinsam zu tragen und die Qualität der Planung nachhaltig zu stärken.
Diesem Anspruch folgend, haben sich bereits mehrere Unternehmen dem VZI als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Pde Integrale Planung bringt umfassende Erfahrung in der interdisziplinären Planung komplexer Projekte ein. Riederbau ergänzt den Verband mit praxisnaher Planungskompetenz aus der Ausführung, während Sedlak Bauunternehmen für die enge Verzahnung von Planung und Umsetzung steht. Gemeinsam erweitern sie den fachlichen Diskurs und schaffen die Grundlage für eine gemeinsame Weiterentwicklung von Standards – getragen von einem Netzwerk, das Planung als verbindendes Element entlang der gesamten Wertschöpfungskette versteht. 2025 wuchs der VZI außerdem mit Forum Architekten+Ingenieure, Dietrich Untertrifaller Architekten ZT, Pilz & Partner Ziviltechniker, Ingenieurbüro Lang, Bau- & Energietechnik ZT sowie RM Umweltkonsulenten ZT um sechs ordentliche Mitglieder.