Heizungstausch : Fördertopf für die Sanierungsoffensive 2026 ist leer
Screenshot der Förder-Website: Die Budgetmittel für das Jahr 2026 sind ausgeschöpft.
- © www.sanierungsoffensive.gv.atDie Frage war nicht ob, sondern wann: Der Fördertopf für die Sanierungsoffensive 2026 ist seit 10. Juli endgültig ausgeschöpft. 360 Millionen Euro gab es vom Bund an Zuschüssen für den Heizungstausch und die thermische Sanierung in privaten Gebäuden, sie wurden inzwischen allesamt an konkrete Projekte vergeben. Besonders hoch war dabei der Anteil an Heizungstäuschen im mehrgeschossigen Wohnbau. Insgesamt steigen rund 53.000 Haushalte von Öl- und Gasheizungen auf klimafreundliche Alternativen um.
Dass die Mittel nicht bis zum Ende des Jahres reichen werden, zeichnete sich schon zum Start der Förderschiene im November 2025 ab. Neun Tage nach Start der Antragstellung war bereits ein Viertel der Mittel abgeholt, auch eine Anpassung der Förderung im darauffolgenden Frühjahr konnte daran nichts mehr ändern. Zu lange war die Wartezeit zwischen der Rekordförderung "Raus aus Öl und Gas" unter der früheren Umweltministerin Leonore Gewessler bis zum Neustart der Sanierungsoffensive unter der nächsten Regierung und massivem Budgetdruck.
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So geht es 2027 mit der Sanierungsoffensive weiter
Neue Projekte können für dieses Jahr somit nicht mehr eingereicht werden, einen Lichtblick gibt es 2027. Für nächstes Jahr sind wieder 360 Millionen Euro für die Sanierungsoffensive budgetiert, allerdings unter veränderten Bedingungen. Zum einen wird das Budget auf die Schienen für Heizungstausch (179 Millionen Euro) und thermische Sanierung (181 Millionen Euro) aufgeteilt, statt aus einem gemeinsamen Topf zu schöpfen. Zum anderen verringert sich der Fördersatz für den Heizungstausch von den bisherigen 30 auf 20 Prozent. Damit sollen rund 30.000 Heizungstäusche pro Jahr unterstützt werden.
Von Seiten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) heißt es dazu, dass die Förderbedingungen so weiterentwickelt werden, dass künftig für eine möglichst durchgängige Fördermöglichkeit der Mittel gesorgt wird. Auch die Förderung der thermisch-energetischen Sanierung werde weiterentwickelt und künftig auf einen Finanzierungszusschuss umgestellt. Die konkreten Ausgestaltungen der Sanierungsoffensive 2027 erarbeitet das Ministerium jetzt im Sommer gemeinsam mit den Bundesländern und relevanten Stakeholdern – das Ergebnis wird im Herbst vorgestellt.
Mit der Ausschöpfung der Budgetmittel endet auch die Registrierung für die Förderungsaktion „Sauber Heizen für Alle 2026“. Bereits registrierte beziehungsweise eingebrachte Anträge bleiben davon unberührt und werden entsprechend den geltenden Förderbedingungen bearbeitet. Die Förderaktion kommt 2027 ebenfalls zurück.