Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbranche : Bundesinnung präsentiert Strategie bis 2030
Anton Berger, seit Juni 2025 Bundesinnungsmeister der Installateur*innen.
- © Karl SchrotterDie Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker*innen bekommt erstmals ein umfassendes und zukunftsweisendes Leitbild mit einer interessenpolitischen Strategie 2025-2030. An der Entwicklung der Strategie haben Bundesinnung und den Landesinnungen gemeinsam gearbeitet. „Nur durch dieses enge Zusammenspiel können wir den künftigen Herausforderungen unserer Gewerbe erfolgreich begegnen", schreibt die Bundesinnung.
Neben den Zielen und Leistungen, die die Innung ihren Mitgliedern künftig bieten will, wurde dafür auch analysiert, welche Wirkung damit erzielt werden soll und wie die Ressourcen mit größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden können. „Mit fundiertem Fachwissen und praxistauglichen Lösungen verfolgen wir das Ziel, die Bundesinnung und die Landesinnungen als kompetente und verlässliche Institutionen der österreichischen Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbranche zu stärken. Wir stellen uns aktiv den aktuellen und kommenden Herausforderungen und übernehmen dabei eine bedeutende Rolle in der Energie-, Ausbildungs- und Umweltpolitik", so die Innung.
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Vision, Mission, Grundsätze: Wofür die Bundesinnung künftig einsteht
Das neue Leitbild der Bundesinnung ruht auf der Definition von Vision, Mission und Grundsätzen der Standesvertretung. Als Vision strebt die Innung an, die zentrale und wichtigste Interessenvertretung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik im Gewerbe- und Handwerk zu sein und ihre Mitglieder bei der Bewältigung der unternehmerischen Herausforderungen professionell zu unterstützen. Außerdem will sie eine anerkannte Partnerin der gesamten Wertschöpfungskette der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallation, Politik, Stakeholder, Medien und Institutionen sein.
Als ihre Mission versteht die Bundesinnung es, gemeinsam mit den Landesinnungen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, unternehmerischen Werte zu fördern und sich für das Unternehmertum einzusetzen. Mit ihrem Wissen will sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder stärken, optimale Rahmenbedingungen für diese durchsetzen und einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft und die Energiewende Österreichs leisten.
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„Im Einklang mit den strategischen Schwerpunkten der Bundesinnung verstehen wir uns als unterstützende Partnerin der Landesinnungen bei ihrer Servicetätigkeit für die Mitglieder. Die Zukunft unserer Branchen erfordert Zusammenarbeit – nur gemeinsam können wir die Herausforderungen erfolgreich meistern", so das Credo.
Die definierten Grundsätze, für die die Innung zudem einsteht, umfasse unternehmerisches Denken und Unternehmertum, Eigenverantwortung, Leistung und solidarisches Handeln, einen fairen nationalen und internationalen Wettbewerb, eine gelebte Partnerschaft in der Wertschöpfungskette Sanitär-Heizung-Lüftung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung, die Sozialpartnerschaft als Zukunftspartnerschaft und eine zeitgemäße Berufsbildung und Innovation.
Strategie 2025–2030: Klare Ziele für Installationsbetriebe
Aus ihrem Leitbild hat die Bundesinnung im nächsten Schritt Aktionen und Maßnahmen entwickelt, die die interessenpolitische Strategie der Bundesinnung 2025-2030 ergeben. „Die Maßnahmen fördern nicht nur die Optimierung bestehender Prozesse und Strukturen, sondern eröffnen zugleich Raum für neue Initiativen, die die Branche insgesamt stärken, das Serviceangebot erweitern und die Zufriedenheit unserer Mitglieder nachhaltig steigern", wie die Innung beschreibt.
Folgende strategische Leitziele schreibt sich die Interessenvertretung bis 2030 auf die Fahnen:
- Schaffung rechtssicherer, krisenfester, effizienter und planbarer Rahmenbedingungen für die Mitglieder.
- Einheitliche Stimme über Ländergrenzen hinweg: starke Plattform, höherer Schulterschluss/ Akzeptanz der Landesinnungen, Bindeglied-Rolle.
- Zentrale Drehscheibe der Branche: neutrale Anlaufstelle für Politik/Förderungen/Normung; stabiler Ansprechpartner; bundesweit gemeinsames Normenpaket.
- Spürbarer Nutzen für Mitglieder: Servicequalität deutlich erhöhen (Service, Branchenmarketing, Lehrlingsmarke) – bestehende Stärken sichern, Leistungen ausbauen.
Oder zusammengefasst: „Unser Ziel ist es, die unternehmerischen Rahmenbedingungen so mitzugestalten, dass die Installationsgewerbe ihre Innovationskraft entfalten, Beschäftigung sichern und einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Transformation Österreichs leisten können."
Auf Basis der von der Bundesinnung gemeinsam mit den Landesinnungen entwickelten Strategie 2025-2030 wird im nächsten Schritt nun ein Maßnahmenplan erstellt. Er enthält die einzelnen definierten strategischen Positionen und interessenpolitischen Maßnahmen der Bereiche Interessenvertretung, Zusammenarbeit von Bundes- und Landesebene, Netzwerke, Fachkräftesicherung und Kommunikation, Verantwortlichkeiten und Umsetzungszeiträume festlegt. Der Maßnahmenplan zur Umsetzung der Strategie 2025-2030 der Bundesinnung dient auch der laufenden Evaluierung, Steuerung der einzelnen Bereiche und Feststellung der Zielerreichung.