Großhandelsmesse : Frauenthal Expo rechnet mit Massenandrang
Der Frauenthal Handel-Vorstand mit CSO Florian Bouchal, CEO und CFO Erika Hochrieser und COO Robert Just beim Auftakt der Hausmesse (v.l.n.r.)
- © TGA RedaktionErstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: 37 Minuten nach Messestart zählte die Frauenthal Expo bereits über 1.500 Besucher*innen auf dem Gelände der Messe Wien – und das in einem Jahr, in dem sich der Großhändler "Qualität vor Quantität" für die Expo auf die Fahnen geschrieben hat. „Wir wollten keinen Rekord brechen, das war nie der Plan", meint Robert Just, COO der Frauenthal Handel, zur Messeeröffnung. 187 Aussteller und rund 13.000 Anmeldungen deuten dennoch auf ein neuerliches Rekordjahr hin, 2024 waren es 163 Aussteller und 10.200 Besucher*innen.
Von Mittwoch bis Freitag füllt die B2B-Hausmesse, die bewusst auf Fachleute setzt, die Messe Wien. Während der erste Tag als "Schüler*innentag" bewusst ganze Schulklassen aufs Gelände bringt, ist der Donnerstag für die angestammte Standparty bekannt, auch der Freitag gilt bis 15:00 noch als vollwertiger Messetag.
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Das macht die Expo 2026 anders
Dieses Jahr verzichtet Frauenthal bewusst auf Vorträge im Rahmenprogramm der Messe. „Wir wollen niemanden von den Ständen weglocken", so Just. Stattdessen gibt es eine Show-Parade inklusive Musik und Tänzer*innen, die auf "Expo Walks" durch die Halle und zu ausgewählten Industriepartnern führt. Dazu kommen weitere Aktivitäten wie ein Foto-Roboter, der durch die Halle zieht, Challenges und Gewinnspiele. Was außerdem neu ist: Jedes Eintrittsticket hat einen QR-Code, mit dem Besucher*innen auf ihr digitales Cockpit zugreifen können. Via Scan führt der Code zu einer Website, die wichtige Infos, Aussteller-Highlights, Hallenplan, Live News, Fotogalerie und Aktivitäten auf einen Blick zusammenfasst.
2026: „Wir erwarten ein leichtes Plus"
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich die Führungsriege der Frauenthal vorsichtig positiv. „Wir sind gut gerüstet für einen Aufschwung, das Wellental ist überschritten", meint Vorstandsvorsitzende Erika Hochrieser. Dem schließt sich auch CSO Florian Bouchal an: „Wir gehen nicht davon aus, dass 2026 ein Jubeljahr wird, aber schlechter wird es auch nicht mehr." Was die einzelnen Warengruppen betrifft, erwartet sich Just ein Nullsummenspiel im Bereich Heizung, ein leichtes Plus im Bereich Sanitär und ein deutliches Plus in der Installationstechnik und Elektrotechnik sowie Klimatisierung. Alles in allem „erwarten wir ein leichtes Plus", so der COO.
Divison Frauenthal Immobilien soll wachsen - und der Großhandel durch Zukäufe auch
Konkrete Zahlen zu 2025 liefert die Division Handel erst mit dem Geschäftsbericht, was jedoch bereits feststeht: Die übergeordnete Frauenthal Holding ist kein Mischkonzern mehr. Noch am 23. Dezember 2025 hat sie ihre Automotive-Division verkauft. Stattdessen soll neben dem großhen Standbein der Frauenthal Handel nun die zweite Division "Frauenthal Immobilien" aufgebaut werden, in der bereits jetzt Immobilien der Handelsdivision gebündelt sind. Dazu sollen nach und nach mehr Objekte hinzugekommen. „Wir sind natürlich umtriebig", so Hochrieser dazu.
Auch Just zeigt sich grundsätzlich investitionsfreudig, was die Sparte Handel betrifft. „Wir würden gerne akquirieren. Das Feld ist riesig, aber es muss auch einfach passen." Vor allem in verwandten Bereichen wie Elektro, Lüftung, Edelstahl, Tiefbau sowie Kälte- und Klimatechnik sieht der Vorstand gute Potenziale und Händler, an deren Übernahme man interessiert wäre.