Sanierungsbranche : Soluto schreibt Rekordumsatz
Martin Zagler, Gründer und Eigentümer des österreichweit agierenden Schadensanierungsunternehmens Soluto
- © SolutoNach dem Jahr 2024, mit verheerenden Überschwemmungen im Herbst, gingen die Anfragen für Schadensanierungen 2025 stark zurück. Nichtsdestotrotz konnte das auf Brand- und Wasserschadensanierung spezialisierte Unternehmen Soluto seinen Umsatz steigern.
„Wir legen seit Jahren Wert auf nachhaltiges Wachstum, was sich auch – oder gerade besonders – in Zeiten niedriger Nachfrage auszahlt. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wir unsere Erlöse aus unseren Franchisetätigkeiten weiter erhöhen und haben im letzten Jahr erneut einen Rekordumsatz von rund 35,4 Millionen Euro erzielt”, freut sich Martin Zagler, Gründer und Eigentümer des österreichweit agierenden Schadensanierungsunternehmens Soluto.
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Schadensanierung: Ein konjunkturresistenter Markt
Die Schadensanierung von Brand-, Wasser-, Rohr- und Elementarschäden ist ein wesentlicher Bestandteil der Bau- und Gebäudedienstleistungsbranche. Sie ist eng mit der Versicherungswirtschaft verknüpft, da ein Großteil der Aufträge aus gemeldeten Schadensfällen resultiert. Der Bereich gilt als vergleichsweise konjunkturresistent, da Schäden wetter- und nutzungsbedingt auftreten und somit weitgehend unabhängig von der allgemeinen Baukonjunktur sind. Dennoch stellen auch Jahre ohne Unwetterkatastrophen die Branche vor wirtschaftliche Herausforderungen.
Besonders relevant sind Brand- und Wasserschäden: 2023 wurden in Österreich mehr als 8.000 Brandfälle mit einer dokumentierten Schadenssumme von rund 400 Millionen Euro erfasst. Dazu kommen Schäden durch Naturereignisse, die sich in Schadens- und Leistungsfällen der österreichischen Schadensversicherungen niederschlagen, wie zum Beispiel 2024, als die Hochwasser in Ost-Österreich für eine Schadenssumme von geschätzt 700 Millionen Euro verantwortlich waren.
>> Premiere in der Branche: Warum Soluto eine Anleihe ausgibt
Soluto wird dabei häufig beauftragt, wie Zagler erklärt: „Wir verfügen über Rahmenvereinbarungen mit allen großen Versicherungen und Hausverwaltungen in Österreich. Dadurch sind wir einerseits oft der erste Ansprechpartner und andererseits weitgehend konjunkturunabhängig. Die stark steigende Nachfrage nach unseren Leistungen macht auch ein rasches Wachstum erforderlich.“ Derzeit bearbeitet das Unternehmen jährlich rund 17.000 Schadensfälle österreichweit – 2030 rechnet man mit mehr als einer Verdoppelung auf 35.000 Schadensfälle pro Jahr.
Expansion nach Deutschland
Der veränderte Bedarf sorgte für Wachstum bei Soluto. Das Unternehmen mit Franchise-Zentrale in Niederösterreich hat sich seit seiner Gründung 2017 von einem einzelnen Stammbetreib zu einem österreichweiten Netzwerk mit elf Standorten entwickelt. Parallel dazu konnten sowohl die Anzahl der bearbeiteten Schadensfälle als auch der Umsatz gesteigert werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 280 Mitarbeitende.
Der Erfolgsfaktor Franchise-Modell hat es dem Unternehmen ermöglicht, eine flächendeckende Präsenz aufzubauen. Regionale Standorte ermöglichen kurze Reaktionszeiten bei Schadensfällen – ein entscheidender Vorteil, insbesondere bei akuten Ereignissen.
Um für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein, expandiert Soluto sowohl in Österreich als auch international. Erst im Herbst wurde ein neuer Standort im Waldviertel eröffnet, weitere – vor allem im Süden und Westen Österreichs – sollen noch folgen. Ebenso wird der Schritt nach Süddeutschland vorbereitet. „Süddeutschland hat ähnliche klimatische Bedingungen wie Österreich und auch dort steigt der Bedarf an Schadensanierungen“, erläutert Zagler den Markteintritt.