Marktbeobachtung : Deutschland: Wärmepumpenmarkt holt wieder auf

Absatzzahlen für Wärmeerzeuger in Deutschland von 2010 bis 2025

Absatzzahlen für Wärmeerzeuger in Deutschland von 2010 bis 2025

- © BDH Absatzstatistik

Der Absatz von Heizungen in Deutschland war 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2010 gefallen. Das zeigt die Jahresbilanz, die der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) vorgelegt hat. Demnach setzten die Hersteller im vergangenen Jahr nur rund 627.000 Anlagen ab – 12 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahr. Damit ist der Heizungsmarkt in Deutschland das zweite Jahr in Folge rückläufig.

Aus Sicht des Verbandes sind politisch verursachte Unsicherheiten hauptverantwortlich für die Absatzkrise. Die hitzige öffentliche politische Auseinandersetzung um das Gebäudeenergiegesetz 2023 habe Vertrauen zerstört. Auch die kommunale Wärmeplanung, die als Orientierungshilfe für Investitionen gedacht war, wirke derzeit in vielen Fällen als Investitionsbremse. Kund*innen würden mit Entscheidungen zögern, solange unklar bleibe, welche Optionen ihre Kommune für die zukünftige Wärmeversorgung vorsehe. 

Während Wärmepumpen gegenüber dem Vorjahr zulegten, können sie allein den Einbruch im Gesamtmarkt nicht kompensieren. Auch Heizsysteme auf Basis von Biomasse, etwa Pelletanlagen, verzeichneten eine leichte Erholung, liegen mit 29.000 abgesetzten Geräten jedoch weiterhin auf niedrigem absoluten Niveau. Der durchschnittliche Gesamtmarkt der vergangenen Dekade lag bei rund 750.000 Geräten pro Jahr – davon ist die Branche aktuell weit entfernt.

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Absatzzahlen für Heizungswärmepumpen in Deutschland von 2019 bis 2025

- © BDH Absatzstatistik

Wärmepumpe mit kräftigem Plus

Erstmals waren knapp die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger in Deutschland Wärmepumpen. Die deutsche Wärmepumpen-Branche vermeldet mit 299.000 abgesetzten Heizungs-Wärmepumpen ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Förderanträge für Wärmepumpen sind deutlich angestiegen. 

Das liegt nach Einschätzung des deutschen Wärmepumpen-Verbandes vor allem am zunehmenden Vertrauen der Verbraucher*innen in die Technologie. Außerdem spiele die Fortsetzung der Förderung eine entscheidende Rolle, so Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP): „Verbraucherinnen und Verbraucher haben das aktuelle Förderregime sehr gut angenommen.“ 2025 sind nach offizieller Förderstatistik in Deutschland über 288.000 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt worden. Ein Plus von 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem die neu strukturierte Förderung ab Februar stufenweise angelaufen war. 

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Luft-Wasser-Wärmepumpen weiter vorne

Beim Blick auf die verschiedenen Wärmepumpen-Typen bleiben die Luft-Wasser-Wärmepumpen weiter die dominierenden Systeme mit 95 Prozent Marktanteil gegenüber Erdreich-Wärmepumpen, die mit 16.000 Anlagen nur 5 Prozent des Marktes ausmachen. Zusätzlich zu den Heizungs-Wärmepumpen wurden 49.500 Warmwasser-Wärmepumpen abgesetzt, mit denen ausschließlich warmes Trinkwasser bereitet wird. Hier vermeldet der Verband ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Monoblock-Luftwärmepumpen hatten in Deutschland 2025 die Nase vorn.
Monoblock-Luftwärmepumpen hatten in Deutschland 2025 die Nase vorn. - © BWD/BDH Absatzstatistik

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