Heizungstausch-Rückblick 2025 : Steiermark ist Nummer 1 beim Umstieg auf Pelletheizungen

Jährliche Neuinstallation von Pellet- und Kombikesseln in Österreich seit 2015: 2025 war das drittbeste Jahr.

Jährliche Neuinstallation von Pellet- und Kombikesseln in Österreich seit 2015: 2025 war das drittbeste Jahr.

- © proPellets Austria

Trotz Förderungen für den Heizungstausch setzen viele Haushalte in Westösterreich nach wie vor auf Öl- und Gasheizungen, zeigt eine Analyse des Branchenverbands proPellets Austria: 2025 wurden in Vorarlberg pro 1.000 Haushalte rechnerisch 0,84 neue Pellet- und Kombiheizungen installiert – das ist mit Ausnahme von Wien mit Abstand der letzte Platz. Zum Vergleich: In der Steiermark waren es pro 1.000 Haushalte 7,4 Heizungen. Auf dem vorletzten Platz liegt mit 2,9 installierten neuen nachhaltigen Heizungen Tirol, vor Salzburg mit 3,2. Insgesamt wurden im Vorjahr in Österreich 18.032 Pellet- und Kombiheizungen neu installiert – das ist nach 2022 und 2024 der dritthöchste Wert seit 2015.

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Bundesland Neu installierte Pellet- & Kombikessel 2025 Neue Pellet- & Kombikessel 2025/1.000 Haushalte
Steiermark 4.232 7,37
Oberösterreich 4.586 6,82
Niederösterreich 4.829 6,3
Kärnten 1.578 6,01
Burgenland 723 5,39
Salzburg 798 3,16
Tirol 1.016 2,94
Vorarlberg 151 0,84
Wien 119 0,12

Pellets-Frontrunner Steiermark

Die Steiermark ist beim Ausstieg aus Öl von allen Bundesländern am schnellsten unterwegs und hat zudem die höchste Pelletproduktion Österreichs, weist die Analyse aus. Neben den 7,4 neu installierten Pelletheizungen pro 1.000 Haushalten wurden in den sechs steirischen Pelletwerken 2025 in Summe 445.680 Tonnen Pellets hergestellt.

„Wir liegen beim Ausstieg aus Öl ganz vorne und produzieren immer mehr Pellets. Das schafft regionale Wertschöpfung, stabilere Preise und Versorgungssicherheit“, betont die steirische Landesrätin für Klima und Energie, Simone Schmiedtbauer. Die aktuelle Weltlage zeige, wie wichtig es ist, sich unabhängiger von internationalen Krisen zu machen. Denn „jede nachhaltige Heizung verringert die Abhängigkeit von Öl und Gas beim Heizen und stärkt die regionale Wirtschaft".

>> So heizen Österreichs Haushalte

Niederösterreich hängt Ölheizungen weiter ab

In Niederösterreich waren 2024 erstmals mehr Pellet- als Ölheizungen in Betrieb – 2025 hat sich der Abstand noch vergrößert: 4.829 Haushalte sind auf eine Pelletheizung umgestiegen – das sind 6,3 neue Heizungen pro 1.000 Haushalte. Insgesamt heizen damit aktuell 63.344 Haushalte mit Pellets und 54.354 nach wie vor mit Öl. „Beim Ausbau der Erneuerbaren Energie und damit beim Abbau der Energieabhängigkeit ist in den letzten Jahren viel weitergegangen, in den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Öl-Heizungen in Niederösterreich halbiert“, weiß LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

>> Pellets statt Öl: Wie eine Heizungssanierung am besten gelingt

Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark spart eine Pelletheizung über den gesamten Lebenszyklus – also Herstellung, Betrieb und Entsorgung – zudem 197 Tonnen CO₂ im Vergleich zu einer Ölheizung. Die 18.032 im Vorjahr neu installierten Pelletheizungen bedeuten also rund 3,5 Millionen Tonnen weniger CO₂-Belastung.

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