Produktionsstandort Höxter : Stiebel Eltron fährt Wärmepumpenproduktion hoch

Kai Schiefelbein, Vorsitzender der Geschäftsführung, Alexander Janzen, Leitung Profit Center Wärmepumpe und Lars Michel, Leiter Wärmepumpenfertigung, (v.l.n.r.) sind froh, die Wärmepumpenfertigung im Höxteraner Werk von Stiebel Eltron wieder in Betrieb nehmen zu können.

Kai Schiefelbein, Vorsitzender der Geschäftsführung, Alexander Janzen, Leitung Profit Center Wärmepumpe und Lars Michel, Leiter Wärmepumpenfertigung, (v.l.n.r.) sind froh, die Wärmepumpenfertigung im Höxteraner Werk von Stiebel Eltron wieder in Betrieb nehmen zu können. 

- © Stiebel Eltron

Stiebel Eltron hat seine Wärmepumpenfertigung am deutschen Standort Höxter wieder aufgenommen. Gefertigt werden dort in direkter Nähe zum Hauptsitz in Holzminden Luft-Wasser-Wärmepumpen der neuen Produktgeneration wpnext. Die ehemalige Maschinenbaufabrik wurde Ende 2022 erworben und rund ein Jahr lang für die Anforderungen des Unternehmens umgebaut. Insgesamt investierte Stiebel Eltron rund 7,6 Millionen Euro in den neuen Standort. 

Ab Dezember 2023 liefen erste Geräte vom Band. Im Mai 2024 musste die Produktion dann aufgrund der eingebrochenen Wärmepumpen-Nachfrage unterbrochen werden. Die Erholung des Marktes in 2025 führte jetzt dazu, dass die Kapazitäten in Höxter wieder gebraucht werden – und die Fertigung wieder angelaufen ist. „Wir sind überzeugt, dass der Markt nicht nur stabil bleiben, sondern zukünftig weiterwachsen wird“, so CEO Kai Schiefelbein. „Denn die Wärmepumpe hat dem Gaskessel auch in Deutschland endgültig den Rang abgelaufen: 2025 war sie erstmals die meistverkaufte Heizung in Deutschland.“ In Österreich liegt die Wärmepumpe seit 2022 auf Platz eins. 

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Im Stiebel Eltron-Werk in Höxter werden die Luft-Wasser-Wärmepumpen der neuen wpnext-Generation montiert, geprüft und verpackt.

- © Stiebel Eltron

„Willkommen in der Achterbahn"

Stiebel Eltron hat 2025 ein neues Wärmepumpenportfolio über alle Bereiche mit dem natürlichen Kältemittel Propan in den Markt gebracht „Trotz der Krise haben wir im Bereich der Entwicklung weiter Vollgas gegeben und es so geschafft, mit unserer neuen Geräte-Generation wpnext den Wärmepumpenmarkt ein Stück weit zu revolutionieren“, blickt Schiefelbein zurück. 45 Patente halte das Unternehmen im Zusammenhang mit den neuen Geräten. Insgesamt zeichnet sich die neue Baureihe durch ein modulares Konzept, hohe Leistungsfähigkeit, niedrige Schallemissionen, ein mehrstufiges Sicherheitskonzept sowie eine optimierte Systemeffizienz aus.

>> Deutschland verschärft Schallanforderungen für Wärmepumpen

„Nach einem Rekordjahr 2023 mit über 350.000 verkauften Geräten brach der Absatz 2024 deutlich ein – auf gerade einmal 193.000 Geräte. 2025 ging es im Wärmepumpenabsatz dann wieder bergauf auf 284.000 Stück“, zeichnet Schiefelbein die Absatzzahlen der Branche in Deutschland nach. „Ein ziemliches Auf und Ab, das sich auch in unserer Umsatzentwicklung niedergeschlagen hat – oder anders gesagt: Willkommen in der Achterbahn.“ Die starke Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen stelle die gesamte Branche vor Herausforderungen – nicht nur die Industrie, auch das Handwerk, Zulieferer und die Endkund*innen. Schiefelbein fordert daher Kontinuität – unter anderem in Form von einer dauerhaft verlässlichen Förderpolitik

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