Wärmepumpen-Markt unter Druck : Nach Förderstopp: Wärmepumpen-Verkäufe 2025 deutlich im Minus
Der Markt für Wärmepumpen dreht in Österreich 2025 laut Branchenradar erkennbar ins Minus.
- © Creative_Bird - stock.adobe.comDas Branchenradar diagnostiziert den Wärmepumpen in Österreich 2025 einen deutlichen Rückgang. In seiner Analyse sieht das Marktforschungsunternehmen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Minus und dem Ende der Förderinitiative „Raus aus Öl & Gas“. Ende 2024 waren die Mittel für "Raus aus Öl und Gas" früher ausgeschöpft als erwartet, neue Anträge waren nicht mehr möglich.
Mit Folgen: Laut dem aktuellen Branchenradar-Bericht zu Wärmepumpen in Österreich sinken die Umsätze von Produzenten und Generalvertretungen 2025 voraussichtlich um etwa 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf rund 313 Millionen Euro. Betroffen sind vom Rückgang ausschließlich Heizungs-Wärmepumpen. Die neue „Sanierungsoffensive 2026“, die seit 24. November 2025 läuft, dürfte daran laut Marktforschungsunternehmen nicht mehr viel ändern.
Zweifel hegt die Marktanalyse auch am Förderregime per se. Auch wenn der Einbruch mit dem Auslaufen der Förderung in Verbindung gebracht werden könne, habe diese den Markt zuvor nicht wirklich befeuert, lautet das Branchenradar-Fazit. Die Nachfrage nach Heizungs-Wärmepumpen sei 2024 zwar um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, jedoch wurden rund 3.000 Geräte weniger verkauft als zwei Jahre zuvor zu Zeiten der Energiepreiskrise. „In Anbetracht der Tatsache, dass in Kombination mit Landesförderungen bei einigen Modellen die Investitionskosten mit bis zu 90 Prozent gefördert wurden, ist das ohne Zweifel eine miserable Bilanz“, kritisiert Studienautor Andreas Kreutzer. „Die Mitnahmeeffekte beim Programm ‚Raus aus Öl & Gas‘ müssen also gewaltig gewesen sein.“
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Wirtschaftlichkeit entscheidet: Festhalten an der alten Heizung
Ein möglicher Grund für diese Entwicklung liege laut Branchenradar darin, dass sich der Bedarf nicht beliebig künstlich steigern lasse: Insbesondere bei Wärmepumpen, die in Bestandsgebäuden installiert werden sollen, gibt es noch Einschränkungen. So sollte der Einbau in einem Gebäude mit gut gedämmter Gebäudehülle erfolgen und das Gerät eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3 erreichen. Auch die Heizflächen sollten geeignet sein, um zur erzeugten Vorlauftemperatur zu passen. Dazu kommt der notwendige Platz für die Geräteaufstellung, speziell im Hinblick auf die Schallemissionen.
Dazu kommt, dass die Betriebskosten für Wärmepumpen aufgrund der gestiegenen Strompreise ebenfalls höher sind. Nicht zuletzt zeige sich, dass viele potenzielle Käufer*innen nicht bereit seien, ein funktionierendes Heizsystem – gleichgültig, ob mit fossilen Energieträgern oder nicht – zu ersetzen. Was auf der persönlichen Ebene zähle, sind die Kosten. „Deshalb wäre ein möglichst niedriger Strompreis wohl die effektivste Fördermaßnahme“, so Kreutzer abschließend.