Sanierungsquote in Österreich : Ein Plus für die Sanierung, bitte

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In Österreich wird nicht genug renoviert – das Zivilingenieurbüro FCP ist angetreten, einen Beitrag zur Erhöhung der Sanierungsquote zu leisten, und hat dafür das „FCP Sanierungskonzept+“ entwickelt. 

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Wie man es auch dreht und wendet, es kommt immer das gleiche Ergebnis heraus: Es wird einfach zu wenig saniert in Österreich. Lag die Sanierungsquote vor 15 Jahren noch auf dem Rekordhoch von knapp über 2 Prozent, so dümpelt sie seit Jahren konstant bei rund 1,5 Prozent herum, egal wie gut oder schlecht die Bauwirtschaft gerade läuft und wie viele Neubauprojekte realisiert werden.  

Zu wenig ist beides, denn zur Erreichung der Klimaziele und der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen im Gebäudesektor auf Null müsste die Sanierungsquote in den kommenden 15 Jahren mindestens 2,8 Prozent betragen. Das Zivilingenieurbüro FCP ist angetreten, einen Beitrag zur Erhöhung der Sanierungsquote zu leisten, und hat dafür das „FCP Sanierungskonzept+“ entwickelt. Sanierung soll mit einem strukturierten Vorgehen einfacher, effizienter und für die Immobilienbesitzer attraktiver werden, so das Ziel des auf Consulting im Bauwesen spezialisierten Büros. 

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Sanierungsvorhaben erfordern deutlich mehr Koordination und interdisziplinäre Planung als Neubauten und sind in Bezug auf behördliche Bewilligungen anspruchsvoller zu handhaben.
Günther Achs, FCP

Jede Sanierung ist ein Unikat

Die Gründe für die geringe Attraktivität der Sanierung sind vielfältig. Günther Achs, einer der derzeit sechs Geschäftsführer von FCP, sieht das Grundproblem in der Struktur: „Der Gebäudebestand in Österreich ist sehr heterogen. Jede Sanierung ist ein Unikat und damit planerisch wie wirtschaftlich anspruchsvoll.“ 

Als zusätzliche Hürden kommen die bekannten Problemfelder wie die uneinheitliche und komplexe Förderlandschaft, die geringen Anreize für Vermieter*innen, in die Effizienz der Heizungsanlage zu investieren und damit lediglich die Heizkosten für die Mieter*innen zu senken, die fehlenden Fachkräfte sowie die rechtlich begrenzten Möglichkeiten, in einem Mehrfamilienhaus gegen das Veto eines Mieters oder einer Wohnungseigentümerin eine Sanierung durchzusetzen. Achs: „Dazu kommt, dass Sanierungsvorhaben deutlich mehr Koordination und interdisziplinäre Planung erfordern als Neubauten und in Bezug auf behördliche Bewilligungen anspruchsvoller zu handhaben sind.“ Seine Schlussfolgerung: Es braucht versierte planerische Beratung. 

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Günther Achs, Geschäftsführer FCP: „Jede Sanierung ist ein Unikat und damit planerisch wie wirtschaftlich anspruchsvoll.“ Mit dem FCP-Sanierungskonzept+ tritt das Zivilingenieurbüro an, diesen Prozess für Sanierungswillige zu vereinfachen.

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Modulares Konzept für maßgeschneiderte Sanierungen

Das FCP Sanierungskonzept+ wurde aus dieser Analyse heraus entwickelt. Das bedeutet, dass grundsätzlich jede Immobilie für sich begutachtet und bewertet wird, um maßgeschneiderte Sanierungsmaßnahmen für den jeweiligen Einzelfall zu entwickeln. „Nicht jedes Bestandsobjekt benötigt die gleichen Sanierungsmaßnahmen“, so Ach. 

Der Prozess umfasst drei zentrale Phasen: Erstberatung, Konkretisierung und Umsetzung. Im ersten Schritt entsteht ein „Green-Flag-Report“ mit Priorisierungen und Handlungsempfehlungen. Das „Plus+“ im Sanierungskonzept bezieht sich dann auf die Erweiterungsmöglichkeiten jeglicher Art, abgestimmt auf die jeweiligen Projektbedürfnisse. Dabei geht es um Themen wie Begrünung, Wasserwirtschaft, Mobilität, Kreislaufwirtschaft und ähnliches, die wie in einem modularen Baukasten hinzugefügt werden können.  

Es greift zu kurz, Sanierungen ausschließlich über Förderungen zu bewerten.
Günther Achs, FCP

Förderungen und Wirtschaftlichkeit sind nicht alles

Das FCP Sanierungskonzept+ berücksichtigt auch die jeweiligen Förderungen für die Sanierungsprojekte. „Förderungen spielen eine entscheidende Rolle, um die Wirtschaftlichkeit von Sanierungen zu verbessern. Dennoch greift es zu kurz, Sanierungen ausschließlich über Förderungen zu bewerten“, gibt Achs aber zu bedenken. Eine nachhaltige Sanierung steigert nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch den Wert, die Nutzungsqualität und die Lebensdauer einer Immobilie. Diese Faktoren werden in klassischen Wirtschaftlichkeitsberechnungen häufig zu wenig berücksichtigt, moniert der FCP-Geschäftsführer: „Wichtig ist, Sanierungen ganzheitlich zu denken – ökologisch, ökonomisch und sozial.“ 

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Mehr Produktivität in die Sanierung bringen

Als Schlüssel für den Erfolg sieht Günther Achs die Steigerung der Produktivität in der Sanierung. Im Vergleich zum Neubau ist hier noch oft „Handarbeit“ zu leisten, bei Standardisierung und Vorfertigung ist wegen der nötigen Einzelfallbetrachtung sehr viel Luft nach oben. „Effizienz entsteht in der Sanierung durch Planung, Prozessverständnis und Digitalisierung. Der Schlüssel liegt in der intelligenten Kombination aus Voruntersuchung, digitaler Bestandserfassung und modellbasierter Planung“, so Achs. 

Eine präzise Dokumentation des Bestands samt digitaler Abbildung trägt wesentlich dazu bei, Sanierungsmaßnahmen zielgerichteter und koordinierter umsetzen zu können. In der Umsetzung lässt sich mit modularen Systeme und teilvorfertigten Lösungen, etwa bei Haustechnik oder Fassaden, auch in der Sanierung ein höheres Maß an Produktivität erreichen – ein klares Konzept vorausgesetzt, das individuelle Analyse des Projekts mit planbaren Umsetzungsschritten verbindet. 

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