Marktentwicklung Wärmepumpe : Nicht Lieferfähigkeit, sondern Verfügbarkeit von Geld wird entscheiden

GC Österreich und MTF Samsung peilen mit einer Exklusiv-Partnerschaft langfristigen Erfolg an. Dabei denken beide über die aktuelle Marktlage hinaus, die nach dem gebremsten Wärmepumpen-Hype von einer „Abwartestimmung“ geprägt wird. Ein Gespräch mit Johannes Huber-Grabenwarter, Sortimentsleiter für Erneuerbare Energien bei GC Österreich und geschäftsführender Gesellschafter von Odörfer Haustechnik, und MTF Samsung Geschäftsführer Klaus Gschiel über mittel- und langfristige Entwicklungen, wo asiatische Hersteller in den letzten Jahren in den letzten Jahren dazu gelernt haben, und die Stärken des heimischen Wärmepumpen-Sektors im Vergleich zu den deutschen Nachbarn.

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Im kommenden Jahr gehen wir von einer ähnlichen zahlenmäßigen Entwicklung wie heuer aus, nur wird sich der Markt verändern. Waren wir bisher bei der Sanierung schwach, so ändert sich das nun.
Johannes Huber-Grabenwarter

Abwartestimmung am Wärmepumpen-Markt

TGA: Je nachdem mit wem man spricht ändert sich aktuell die Einschätzung der Wärmepumpe: Entweder sie ist die Zukunftstechnologie oder ein Ladenhüter … wie sehen Sie die Situation?

Klaus Gschiel:
Sie haben schon recht, den Boom, der letztes Jahr um diese Zeit da war, den gibt’s heuer nicht. Das liegt nicht an der Wärmepumpe, denn die Technologie ist mittlerweile ausgereift. Es gibt keine schlechten Geräte mehr am Markt. Endkund*innen verspüren einfach nicht mehr den Druck, den Energieträger unbedingt wechseln zu müssen. Dazu kommt aktuell eine Verwirrung am Markt aufgrund der angekündigten Förderstruktur: Es sollen laut EWP in Österreich bis zu 75 Prozent Förderung für Neuanlagen kommen, aber das ist noch nicht klar ausformuliert. Daher gibt es ein Zuwarten, sowohl bei Endkund*innen als auch bei Installateur*innen und nicht zuletzt auch bei uns. All das führt zu der aktuellen Abwartestimmung. Auf lange Sicht wird es aber für Energiewende und für die Erreichung der Klimaziele in Richtung Wärmepumpe gehen.

Johannes Huber-Grabenwarter:
Der Hype ist schon Anfang 2023 eingebrochen, als klar war, dass uns Öl oder Gas über den Winter nicht ausgehen werden. Ein zweiter Punkt ist, dass bei der Wärmepumpe 2022 noch sehr hohe Stückzahlen im Neubau installiert wurden. Indirekt hat also die Neubaukrise wegen der Kreditvergabe-Richtlinien und der Zinserhöhungen auch die Wärmepumpe getroffen. Allerdings darf man den Einbruch auch nicht überschätzen: Im Vorjahr wurde die Rekordzahl von circa 50.000 Wärmepumpen abgesetzt, heuer werden die Zahlen freilich darunter liegen. Im kommenden Jahr gehen wir von einer ähnlichen zahlenmäßigen Entwicklung wie heuer aus, nur wird sich der Markt verändern. Waren wir bisher bei der Sanierung schwach, so ändert sich das nun. Es wird in die Sanierung gehen, in größere Anwendungen für Mehrfamilienhäuser samt anspruchsvollerer Lösungen wie etwa Kaskadenschaltungen.

Was muss sich ändern, damit die Wärmepumpe in der Sanierung ankommt – außer, dass der Neubau darnieder liegt?


Gschiel:
Ein Manko war bisher, dass Niedertemperatur-Anlagen die Voraussetzung für die Förderung waren. Die Vorlauftemperatur für die Wärmeabgabe musste unter 40 °C bleiben, das ist aufwändig für die Sanierung. Wenn das auf 55 °C steigt, gibt das automatisch einen Boost. Der Wärmepumpen-Verband kämpft dafür, und ich persönlich gehe auch davon aus, dass das in den neuen Förderkriterien berücksichtigt sein wird. Weil wann soll das umgesetzt werden, wenn nicht jetzt, wo ohnehin neue Rahmenbedingung geschaffen werden und der politische Wille zur Wärmewende da ist. Strom wird auch in der Sanierung die dominierende Technologie werden.

Johannes Huber-Grabenwarter, Sortimentsleiter für Erneuerbare Energien bei GC Österreich und geschäftsführender Gesellschafter von Odörfer Haustechnik
Johannes Huber-Grabenwarter, Sortimentsleiter für Erneuerbare Energien bei GC Österreich und geschäftsführender Gesellschafter von Odörfer Haustechnik - © GC Gruppe Österreich
Ein Aspekt, der uns in Österreich aktuell entgegenkommt, ist die für 2024 anstehende Änderung der F-Gase-Verordnung. Das wird die Technologie in Richtung Monoblock verändern.
Klaus Gschiel

F-Gase-Verordnung: Monoblock statt Split

Nochmal zur Marktlage: Der deutsche Marktforscher Arno Kloep geht davon aus, dass alleine bei den GC-Häusern in Deutschland 70.000 Wärmepumpen von Samsung auf Lager liegen, die derzeit unverkäuflich sind. Wie ist das in Österreich, liegen da heruntergerechnet auch 7.000 Wärmepumpen bei Ihnen auf Lager, Herr Huber-Grabenwarter?

Huber-Grabenwarter (lacht): Nein!! Ich kann nicht für die deutsche Situation sprechen. Wir sind hier in Österreich in den vergangenen Jahren in stetigem Austausch mit MTF gewesen und haben ein Agreement getroffen, uns wechselseitig abgestimmt, unsere technische Kompetenz aufgebaut, Geräte in entsprechender Menge auf Lager gelegt und sind heuer in den aktiven Verkauf gegangen.

Gschiel: Ein Aspekt, der uns in Österreich aktuell entgegenkommt, ist die für 2024 anstehende Änderung der F-Gase-Verordnung. Das wird die Technologie in Richtung Monoblock verändern. Wer jetzt viele Geräte mit einem GWP von über 750 auf Lager hat, muss versuchen die noch irgendwie auf den Markt zu bringen, was zu einer Preiserosion führen kann.

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In Deutschland wurde heuer aufgrund des politischen Drucks zum Ausstieg aus Öl und Gas überraschend heftig darüber diskutiert, ob die Wärmepumpe überhaupt funktionieren kann. In Österreich war das nicht so: Ist die Technologie hierzulande besser etabliert als in Deutschland?

Gschiel:
Es gibt schon auch in Österreich Gruppen, die die Wärmepumpe bloß als Marketing-Gag abtun wollen. Das ist allerdings eine Nischenmeinung, unter den Techniker*innen ist das kein Thema mehr. Ich kann eine Wärmepumpe freilich nicht planen wie eine Gastherme. Das ist aber mittlerweile dem Großteil der installierenden Betriebe bewusst. Auch die Politik sieht die Wärmepumpe als Technologie der Zukunft, die in den nächsten Jahren zusammen mit anderen etablierten Erneuerbaren Energien wichtig sein wird. Es hat keinen Sinn, auf Wasserstoff zu warten. Das wird noch Jahre und Jahrzehnte brauchen, bis das marktfähig ist.

Huber-Grabenwarter:
In Österreich gibt es Innovatoren, die schon lange am Markt sind und die die Technologie geprägt haben. Vergleichbare Unternehmen oder Persönlichkeiten fallen mir in Deutschland nicht ein. Das trägt dazu bei, dass die Wärmepumpe bei uns gang und gäbe ist. Hie und da wird zwar ein System noch falsch ausgelegt oder die Gebäudehülle nicht ausreichend berücksichtigt, aber im Großen und Ganzen hat sich die Technologie durchgesetzt.

Sehen Sie technisch wirklich keine „Stolperfalle“ mehr?


Gschiel:
Der einzige technische Aspekt, der noch ernsthaft diskutiert wird, ist die Schallemission bei Luft-Wärmepumpen. Es gibt in Österreich außer den 35 db (A) an der Grundstücksgrenze noch kein einheitliches Gesetz dafür, die Regelungen sind ein Fleckerlteppich. Daher überlegen manche noch, ob sie sich drübertrauen sollen.

MTF Samsung Geschäftsführer Klaus Gschiel
MTF Samsung Geschäftsführer Klaus Gschiel - © MTF Samsung
Beispielsweise setzen Wechselrichter-Hersteller zunehmend auf direkte Kommunikation mit der Wärmepumpe. Das ist einer der wenigen Verbraucher im Haushalt, die ich leistungsgesteuert anfahren kann.
Klaus Gschiel

Siegeszug der Luft-Wärmepumpe wird weitergehen

Die Luft-Wärmepumpe hat mit weitem Abstand die höchsten Marktanteile. Kann die noch größere Verbreitung zusammen mit den Lärmproblemen dazu führen, dass andere Wärmequellen – also Erde und Grundwasser – wieder stärker werden?

Gschiel:
Ich glaube nicht. Die Geräte werden immer leiser, speziell die asiatischen Hersteller haben in den letzten 1-2 Jahren für den europäischen Markt Geräte entwickelt, die unsere deutlich schärferen Schallanforderungen erfüllen. Dazu kommt der Preis: Wir haben kürzlich für ausgewählte Projekte im Einfamilienhausbereich jeweils Luft- und Erdreich-Anlagen ausgearbeitet. Das Ergebnis: Bei Erdreich-Wärmepumpen haben wir Amortisationszeiten von über 50 Jahren. Luft-Wärmepumpen sind von den Wirkungsgraden nicht mehr so viel schlechter, dass sich die Mehrinvestition in eine Bohrung einfach nicht rechnet. Daher rechne ich nicht mehr mit einer Trendumkehr. Anders ist es im großvolumigen Neubau, da machen Tiefenbohrungen wesentlich mehr Sinn.

Wärmepumpen gehen zunehmend Hand-in-Hand mit Photovoltaik: Haben Sie die Eigenstromerzeugung bei der Amortisationsrechnung mit einbezogen?


Gschiel:
Nein, denn das ändert die Errichtungskosten und damit die Amortisation nicht. Aber natürlich wird PV immer mehr ein Thema, da tut sich auch technisch viel. Beispielsweise setzen Wechselrichter-Hersteller zunehmend auf direkte Kommunikation mit der Wärmepumpe. Das ist einer der wenigen Verbraucher im Haushalt, die ich leistungsgesteuert anfahren kann. Wenn ich 2 kW mit der PV-Anlage produziere, nimmt mir die Wärmepumpe genau 2 kW ab – das geht sonst fast nirgends.

Werden Wärmpumpen auch im Großhandel stärker mit PV kombiniert werden?


Huber-Grabenwarter:
Bei Photovoltaik ist die Speicherung des Überschuss-Stroms die Herausforderung. Ich sage bewusst Speicherung, nicht unbedingt Batterie. Freilich haben wir auch Batterielösungen vom Einfamilienhaus bis Großanlagen im System. Aber es gibt viel mehr Möglichkeiten der Speicherung. Die Wärmepumpe ist da eine sinnvolle Lösung, weil sie Energie als Wärme- und Kühlleistung oder Warmwasser einfach speicherbar macht. Ich kann PV-Strom aber nicht nur im eigenen Haushalt, sondern auch dezentral lokal über Energiegemeinschaften oder überregional über die eigene Netzebene hinaus zur Verfügung stellen.

© GC Gruppe Österreich

Sanierung: Standardisierte Pakete statt kreativer Einzellösungen

Die Sanierung von Mehrfamilienhäusern haben Sie schon angesprochen, für die es viele Konzepte von Mini-Wärmepumpen für die Wohnung bis zu Hybridlösungen mit Quellwärmepumpen oder der Kombination mit anderen Energieträgern gibt. Derzeit scheint aber jedes Projekt das Rad neu zu erfinden. Muss das so bleiben?

Gschiel:
Es sind auch jetzt schon standardisierte Lösungen quasi „von der Stange“ kaufbar. Wenn ich jedes Mal einen Prototypen eines neuen Konzeptes baue, dann gibt’s in der Praxis oft Probleme. In den meisten Häusern hat man keine Haustechniker*innen, die sich täglich um sensible Anlagen kümmern. Sie muss im Gegenteil einfach aufgebaut sein und einfach funktionieren. Dort wo standardisierte Pakete eingesetzt werden statt besonders kreativer Einzellösungen, dort funktioniert es auch.

Ist das Angebot von Standardlösungen für große Objekte ein Geschäftsfeld für einen Großhändler?


Huber-Grabenwarter:
Wir haben mit MTF Samsung einen Partner, der genau solche Projektlösungen anbietet. Aber auch wenn wir Standardlösungen forcieren, die Letztentscheidung haben immer die ausschreibenden Planer*innen.

Die Kühlung im Objekt hingegen kann derzeit von einem Gewerk nicht bedient werden, daher glaube ich, dass irgendwann Wärme und Kälte verschmelzen werden.
Johannes Huber-Grabenwarter

Techniksensibel und schallempfindlich: Der Europa-Asien-Vergleich

Kommen wir zu den globalen Entwicklungen: Haben europäische Hersteller noch eine Chance gegen asiatische Konzerne, oder muss man sich – so wie zuletzt Viessmann – selbst einen großen Partner suchen, um für den zukünftigen Massenmarkt gerüstet zu sein?

Gschiel:
Ich sehe bei den europäischen Herstellern das Problem, dass die Fertigungstiefe recht gering ist. Asiatische Hersteller fertigen von der Elektronik bis zu den Kompressoren selber, in Stückzahlen die Europäer in den nächsten Jahren einfach nicht erreichen werden. Mit reinem Assembling werden sie sich schwertun. Schon alleine bei der Auswahl der Technologien, denn so kann man nur verwenden, was es schon gibt. Vorbehalte gegen asiatische Hersteller gab es lange bei den ausführenden Firmen, aber mittlerweile haben auch die Installateur*innen akzeptiert, dass die Asiat*innen die Wärmepumpe auch technologisch gut im Griff haben.

Huber-Grabenwarter:
Wenn ich unsere Installateur*innen anschaue, dann sehe ich, dass es darunter immer Generalist*innen und Spezialist*innen geben wird. Generalist*innen, die einmal im Monat ein Wärmpumpe in einem Einfamilienhaus installieren und das andere Mal einen Gaskessel erneuern oder eine Hackschnitzel-Anlage verkaufen, werden sich einen Lieferanten suchen, die ihnen das ganze Wärme-Portfolio aus einer Hand bieten kann. Dann haben sie einen einzigen Ansprechpartner für Beratung und Service, müssen ihre Leute nur auf eine Steuerung und ein Montagesystem schulen. Die spezialisierten Installateur*innen hingegen, die nur diese Technologie in verschiedensten Varianten verbauen, die werden sich an reine Wärmepumpen-Spezialist*innen unter den Herstellern orientieren, die für jede Anwendung eine Lösung haben.

Wo sind die größten Unterschiede zwischen dem asiatischen und dem europäischen Markt?

Gschiel: Die technischen Anforderungen sind in Zentraleuropa die höchsten. Es hat Jahre gedauert, bis die asiatischen Hersteller akzeptiert haben, dass es in einem so vergleichbar kleinen Markt wie Europa so große Unterschiede geben kann und dass es von allen Geräten mehrere Line-ups für Europa geben muss. Das beginnt schon beim Klima: In Südeuropa ist die Kühlungsfunktion im Mittelpunkt, da brauche ich kein Gerät, dass bei -20 °C noch 60 Grad Vorlauf schafft wie in Nordeuropa. Dafür sind diese Märkte wesentlich preissensibler, während Zentraleuropa techniksensibel ist und auf Wirkungsgrad und Steuerungssysteme wert legt. Auch die Schallempfindlichkeit ist hier am höchsten.

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Die Kühlmöglichkeit der Wärmepumpe wird allerdings auch bei uns immer mehr zum Verkaufsargument. Ist das nicht doch anspruchsvoller, schon alleine wegen der möglichen Kondensatbildung?

Huber-Grabenwarter: Im Einfamilienhaus bewegt sich die trockene Kühlung im Rahmen der üblichen Wärmepumpen-Technologie, das sehe ich nicht als Herausforderung. Die Kühlung im Objekt hingegen kann derzeit von einem Gewerk nicht bedient werden, daher glaube ich, dass irgendwann Wärme und Kälte verschmelzen werden.

Gschiel: Das sehe ich auch so. Für richtige Klimatisierung inklusive Kondensatablauf braucht man ein Gesamtkonzept bis zur Einbauanleitung. Da wird von uns im kommenden Jahr eine Cloud-basierte Technikunterstützung kommen. Die Service-Cloud wird es uns ermöglichen, Inbetriebnahme und Unterstützungsleistungen über Fernzugriff anzubieten.

Propan ist ein tolles Kältemittel, der einzige Nachteil ist die Brennbarkeit. Daher werden wir uns von Split verabschieden, die Monoblock-Wärmepumpe wird zumindest im Einfamilienhaus die Technologie der Zukunft sein.
Klaus Gschiel

Lieferfähigkeit wird kein Thema mehr

Die Kältemittel-Verordnung wird den Markt verändern: Wie sehen Sie die Lieferfähigkeit bei Geräten, die auf Propan setzen? Wird das den Markt gefährden?

Gschiel:
Bei Propan sind die Asiat*innen Vorreiter, auch Samsung. Wir starten im Jänner mit einer Propan-Serie von 5-16 kW, mit der man in der Kaskade bis zu 100 kW-Anlagen umsetzen kann. Damit hat man schon einen Großteil der Anlagen abgedeckt. Propan ist ein tolles Kältemittel, der einzige Nachteil ist die Brennbarkeit. Daher werden wir uns von Split verabschieden, die Monoblock-Wärmepumpe wird zumindest im Einfamilienhaus die Technologie der Zukunft sein.

Das technische Angebot ist das eine, aber wie sieht es mit der Lieferfähigkeit aus?


Gschiel:
Ich bin noch unschlüssig, wie sehr sich die Kältemittel-Verordnung bei der Nachfrage niederschlagen wird. Mit R32 ist die Branche an sich gut aufgestellt. Allerdings kann sich der Trend rasch verändern, je nachdem wie die Förderrichtlinien aussehen werden. Die Lieferfähigkeit bei den einzelnen Geräten wird aber kein großes Thema sein.

>> Lesen Sie auch: Wärmepumpen und die eingesetzten Kältemittel

Wie schätzen Sie die Marktentwicklung für 2024 ein?

Huber-Grabenwarter:
Wir denken, dass der Markt insgesamt etwa gleich viele Geräte absetzen wird wie heuer. Eine Verschiebung wird es aber in Richtung größerer Anlagen für die Sanierung geben. Das entscheidende Thema wird nicht die Lieferfähigkeit sein, sondern die Verfügbarkeit von Geld bei Endkund*innen: Werden die Vergaberichtlinien für Immobilienkredite endlich gelockert, und sinken die Zinsen? Die geopolitische Situation lässt sich freilich nicht vorhersehen, aber in Österreich sehe ich sonst keine Faktoren, die den Markt massiv verändern könnten.